American Football Ansporn für die Zukunft

mv/red, vom 07.12.2017 07:00 Uhr
Der Kornwestheimer Foto: z
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Kornwestheim -

Die Lions gegen die Greenmachine – Löwen gegen grüne Maschine. Oder anders ausgedrückt: die U15-Auswahl des baden-württembergischen American Football- und Cheerleading Verbands gegen die des nordrhein-westfälischen. Beim „Future Bowl II“ in Mannheim trafen die Teams aufeinander. Auf süddeutscher Seite mit an Bord: Safety Tim Steiner und Offensive-Line-Spieler Tom Ettengruber. Beide sind Jugendspieler der Spielgemeinschaft Kornwestheim Cougars/Stuttgart Silver Arrows. Tim Steiner stammt sogar direkt aus Kornwestheim.

Im vorausgegangenen Tryout in Holzgerlingen mit mehr als 100 Spielern wurde das Duo zum ersten Camp in die Sportschule Schöneck bei Karlsruhe eingeladen. Beim zweiten Camp in der Sportschule Ruit und in der abschließenden Einheit in Stuttgart, wurde der Kader auf 45 Spieler aus 13 Vereinen reduziert. Mit dabei, nachdem mehr als die Hälfte der Anwärter ausgesiebt worden war: die beiden Akteure aus der SG-Defensive mit den Trikotnummern 19 (Steiner) und 73 (Ettengruber).

Die nächste Station war also die zweite Ausgabe des sogenannten Future Bowls. Interessant dabei: Bislang stellen ausschließlich die beiden Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg eine U15-Auswahlmannschaft. Dementsprechend kann es schon als einigermaßen exklusive Angelegenheit gelten, dort dabei zu sein – noch. Denn andere Verbände wollen dem Vernehmen nach in absehbarer Zeit nachziehen.

Im Vorjahr hatten die Lions das Spiel noch für sich entschieden. „Wir wollen natürlich daheim den Titel verteidigen“, ließ sich die baden-württembergische Cheftrainerin Katharina Wilke vor der diesjährigen Partie auf der Homepage des Verbands zitieren. Allerdings kam es auf dem Kunstrasenplatz der MTG Mannheim dann doch etwas anders. Wilkes Team kassierte bei echtem Schmuddelwetter, bei dem kaum ordentliches Passspiel möglich war, eine deutliche 12:44-Niederlage. Ärgerlich zwar, aber zu verkraften. „Das gibt Tim und Tom den Ansporn, im nächsten Jahr bei der U15/U17 erneut den Sprung in die Auswahl zu schaffen und den Titel zurückzuerobern“, teilt die SG mit.

Ohnehin sind Ergebnisse bei einem solchen Kräftemessen zwar schön und gut – doch geht es eigentlich um etwas anderes: „Unser Ziel war die Entwicklung der Spieler, von denen viele zunächst an den Elfer-Football herangeführt werden mussten“, so Wilke. Darüber hinaus sei es vor allem darum gegangen, den Wissensstand zu erhöhen und die Spieler so in die Vereine zurückzuschicken.