American Football Die Cougars bleiben in der Landesliga

Marius Venturini, vom 22.12.2017 07:00 Uhr
Freude bei den Cougars: Die Kornwestheimer bleiben Landesligist. Foto: Archiv/Horst Dömötör
Freude bei den Cougars: Die Kornwestheimer bleiben Landesligist. Foto: Archiv/Horst Dömötör

Kornwestheim - Es ist eingetreten, was Cougars-Trainer Vito Mandir schon längst vermutet hatte. Nun hat es der Spielausschuss des American Football- und Cheerleading-Verbandes Baden-Württemberg (AFCVBW) offiziell gemacht: Die Kornwestheimer Mannschaft bleibt in der Landesliga. Sportlich hatten sich die Cougars in der abgelaufenen Spielzeit den Klassenverbleib allerdings nicht verdient. Von zehn Spielen verloren die Kornwestheimer sieben und landeten damit in der sechs Teams starken Landesliga Baden-Württemberg auf dem letzten Platz.

Dass Mandirs Team in der kommenden Saison die Chance zur Rehabilitation erhält, hat viele Gründe. Zum einen, dass die Böblingen Bears freiwillig den Gang aus der Oberliga in die Landesliga – also in die nächsttiefere Klasse – antreten. Somit wurde drei Teams aus der Landesliga der Aufstieg ermöglicht. Als erstes den Neckar Hammers aus Villingen-Schwenningen, die als Meister ohnehin berechtigt waren. Den Badener Greifs als Zweitem und, nun neu, den Backnang Wolverines als drittplatziertem Team. Da spielte es auch keine Rolle mehr, dass aus der Bezirksliga drei neue Teams nachrückten. Damit besteht die Landesliga in der Saison 2018 aus den Cougars, den Fellbach Warriors, den Ludwigsburg Bulldogs sowie den Böblingen Bears und den Aufsteigern Heidelberg Hunters, Offenburg Miners und Reutlingen Eagles.

„Es ist schwer, schon jetzt etwas zur Liga zu sagen“, sagt Vito Mandir, dessen Team neben Ludwigsburg und Fellbach nun zu den etablierten Landesligisten gehört. Die Bezirksligisten müssten aus seiner Sicht aber „schon noch einmal nachlegen, um da mitzuhalten“.

Um für die kommende Spielzeit gerüstet zu sein, haben die Cougars ihr Trainerteam erweitert und angepasst. In der kommenden Saison wird Thomas Williams als Offense-Coordinator tätig sein. Der gestandene Recke, Jahrgang 1969, wird sich also um den Angriff der Kornwestheimer kümmern und dabei auf mehr als 20 Jahre Erfahrung im American Football zurückgreifen können. „Letztes Jahr hat er bei den Böblingen Bears noch aktiv gespielt, als Quarterback“, informiert Vito Mandir. Die Rolle auf dem Spielfeld ist für Williams bei den Kornwestheimern aber nur im Notfall vorgesehen. Der neue Mann löst als Offense Coordinator Wolf Brenner ab. Ob dieser dem Coaching-Team der Cougars erhalten bleibt, ist laut Mandir noch offen. Derzeit ist Brenner als Athletic Coach vorgesehen. Mandir als Cheftrainer kümmert sich außerdem weiterhin als Defense Coordinator um die Abwehrformation.

Neu als sogenannter Line-Coach agiert künftig Tan Bohlmann, der von Heilbronn Salt Miners zu den Cougars kommt. Er wird seinen Fokus verstärkt auf die Defensive Line legen, also auf die Spieler, die an vorderster Front der Abwehrformation stehen. Das Kornwestehimer Urgestein Erik Hengel hat als Spielertrainer die Offensive Line unter seinen Fittichen, also jene Akteure, die im Angriff ganz vorne mit dabei sind und den Spielmacher schützen. Hengel musste in der vergangenen Saison allerdings wegen einer Verletzung pausieren.

Die Linebacker und die Passverteidiger (die Spieler im Defense Backfield) werden von Steffen und Timo Bornhäusser trainiert. Beide sind Spielertrainer mit langjähriger Erfahrung. Als Athletic Coaches fungiert neben Wolf Brenner Max Fischer, der auch das Anfängertraining leitet.