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Bandenkrieg von Kurden und Türken Angriff: Drei Männer in Haft

unserer Redaktion, vom 22.02.2018 16:59 Uhr
Die Männer wurden am Tag ihrer Festnahme einem Haftrichter vorgeführt. Nun sitzen sie in Untersuchungshaft. Foto: dpa
Die Männer wurden am Tag ihrer Festnahme einem Haftrichter vorgeführt. Nun sitzen sie in Untersuchungshaft. Foto: dpa

Kornwestheim - Die Kriminalpolizei hat am Donnerstagmorgen drei Männer in Kornwestheim und Ludwigburg festgenommen, denen versuchter Totschlag vorgeworfen wird. Wie die Polizei erst gestern mitgeteilt hat, sollen die drei türkischstämmigen Tatverdächtigen im Alter von 19, 24 und 25 Jahren am 12. Februar einen 26-jährigen Deutschen mit kurdischen Wurzeln in Kornwestheim angegriffen und schwer verletzt haben.

Den Ermittlungen zufolge war der 26-Jährige am Tag der Tat gegen 18 Uhr gerade dabei, in sein Auto zu steigen, das er im Wohngebiet unterhalb des Friedhofs abgestellt hatte. Dabei kamen mehrere Männer auf ihn zu und schlugen und traten auf ihn ein. Auch mit einem Messer und einer Machete stachen die Täter zu, bis Anwohner den Angriff bemerkten. Die drei Männer flüchteten. Der 26-Jährige kam mit mehreren Schlag- und Stichverletzungen in ein Krankenhaus.

Bei der Festnahme findet die Polizei viele Beweismittel

Die Ermittlungsgruppe der Kripo Ludwigsburg fand bei der Festnahme der Verdächtigen am Donnerstag in deren Wohnungen viele Beweismittel, darunter Macheten, Messer, eine scharfe Schusswaffe sowie mehrere zehntausend Euro Bargeld. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart wurden sie noch am selben Tag einem Haftrichter vorgeführt, der die drei Verdächtigen wegen versuchten Totschlags in die Untersuchungshaft einwies. Die Ermittlungen zu weiteren Beteiligten dauern an. Die mutmaßlichen Täter gehören einer nationaltürkischen Gruppierung aus dem Umfeld der Osmanen Germania an. Ob das kurdischstämmige Opfer Mitglied einer verfeindeten Gruppe ist, war am Donnerstag noch nicht klar.

Der Kriminaldirektor Frank Spitzmüller unterstreicht das konsequente Vorgehen im Zusammenhang mit Auseinandersetzungen verfeindeter Gruppierungen: „Wir werden nicht zulassen, dass Gruppen gleich welcher Zugehörigkeit ihre Auseinandersetzungen in dieser Form austragen und strafbare Handlungen weiterhin mit aller Entschlossenheit verfolgen.“