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FußballBeide Torjäger gehen diesmal leer aus

Lutz Selle, vom 15.05.2017 00:00 Uhr
Mit seiner artistischen Einlage hat Predrag Sarajlic Pech gehabt. Der Ball prallte vom Innenpfosten ins Feld zurück. Foto: Horst Dömötör
Mit seiner artistischen Einlage hat Predrag Sarajlic Pech gehabt. Der Ball prallte vom Innenpfosten ins Feld zurück.Foto: Horst Dömötör

Kornwestheim - Trotz der Mehrzahl an Torchancen haben sich die Bezirksliga-Fußballer des SV Kornwestheim am Sonntagnachmittag im Spitzenspiel gegen den Tabellendritten TSV Schwieberdingen mit einem 1:1 zufrieden geben müssen. Die gute Nachricht: Die Elf von Cheftrainer Markus Fendyk bleibt damit weiter an der Tabellenspitze. Allerdings beträgt der Vorsprung auf den FC Marbach drei Spieltage vor Saisonende nur noch einen Punkt.

Die Gäste aus Schwieberdingen haben in der Partie auf dem Stadionrasen an der Jägerstraße über die meiste Zeit auf eine massive Abwehr und schnelle Konter gesetzt. Die Kornwestheimer versuchten dagegen von Beginn an, Tormöglichkeiten zu kreieren. In der 5. Minute setzte Muammer Dülger einen Flachschuss aus 22 Metern knapp neben den linken Pfosten. Drei Minuten später kam Dominik Janzer nach einem Steilpass aus zwölf Metern zum Abschluss, der aber zu schwach ausfiel, um Torwart Mario Frey in Verlegenheit zu bringen. Die Gäste aus Schwieberdingen verzeichneten nach 20 Minuten ihre erste Chance mit einem Kopfball von Marco Schröder neben das Tor. SVK-Torjäger Dominik Janzer, mit bisher 24 Saisontreffern bester Schütze der Liga, donnerte den Ball diesmal zweimal in die Wolken – in der 34. Minute aus zehn Metern, in der 41. Minute aus 18 Metern Distanz. Auch Predrag Sarajlic, mit 21 Saisontoren in der Liga auf Platz 2, blieb diesmal ohne Fortüne. Im Anschluss an eine Freistoßvorlage von Tolunay Aydin aus dem Mittelfeld köpfte er in der 39. Minute neben das Gehäuse.

In der 58. Minute hatten die SVK-Anhänger den Torschrei schon auf den Lippen, als Sarajlic einen langen Steilpass vors Tor artistisch in der Luft mit dem Fuß weiterleitete und den Ball an den Innenpfosten lenkte. Das Leder sprang jedoch wieder ins Spielfeld zurück. In der 66. Minute fiel dann endlich das längst verdiente 1:0. Einen Eckstoß von der rechten Seite platzierte Stefano Nicolazzo genau auf den Kopf von Muammer Dülger, der aus drei Metern Torentfernung einnetzte.

Es blieb nicht lange bei der Führung. Bereits in der 70. Minute konterten die Schwieberdinger erfolgreich. Nach einem Pass in die Spitze stand Patrick Mertas frei vor Torwart Louis Wolf und brachte das Leder an ihm vorbei ins linke Toreck zum 1:1.

Der SVK hatte aber noch genügend Zeit und Torchancen zum Sieg. In der 77. Minute köpfte Sarajlic nach einer Flanke vom linken Flügel über das Tor. In der 87. Minute bekam der spielende Co-Trainer von Pirmin Löffler den nächsten Ball auf den Kopf serviert, brachte aber nicht den nötigen Druck hinter seinen Abschluss, um den Torwart zu überwinden. Die größte Möglichkeit vergab „Pele“ Sarajlic jedoch in der 90. Minute, als er in eine Flanke des eingewechselten Timo Plitzner hineinrutschte und den Ball aus kurzer Distanz über das Torgehäuse beförderte. Auch die Gäste bekamen noch ihre Chance auf den Siegtreffer. Aber Louis Wolf parierte den Abschluss von Marco Schröder in der 92. Minute.

„Pele hätte heute drei Tore machen können“, klagt Cheftrainer Markus Fendyk. „Aber wir haben den Sack wieder nicht zugemacht, obwohl wir mehr Spielanteile und ein Chancenplus hatten. Mich ärgert es, dass die erste richtige Torchance von Schwieberdingen gleich zum Gegentreffer führte.“ Seiner Mannschaft könne er aber ansonsten keinen Vorwurf machen. „Die Spieler haben viel investiert und sind diszipliniert aufgetreten.“ Besonders Timo Stahl habe „toll gespielt“. Der Mannschaft fehle aktuell nur das nötige Quäntchen Glück. „Nun müssen wir eben gegen den Tabellendritten mit einem Punkt leben, auch wenn die Spieler deprimiert sind.“