Fußball Benjamin Scherl bleibt ein letzter Sieg verwehrt

Marius Venturini, vom 09.06.2017 07:00 Uhr
Kein Sieg zum Abschluss für den scheidenden Trainer Benjamin Scherl. Foto: Archiv/Lutz Selle
Kein Sieg zum Abschluss für den scheidenden Trainer Benjamin Scherl. Foto: Archiv/Lutz Selle

Kornwestheim - Der entsprechende Rahmen war geschaffen, doch dann kam alles doch ganz anders. Vor dem Spiel der SVK-Frauen gegen den FSV Oßweil wurde eine geschlagene Dreiviertelstunde diskutiert, ob die Partie nun angepfiffen wird oder nicht. Der Grund: Der letzte Auftritt der Kornwestheimer Frauen vor ihrem Abstieg in die Bezirksliga hätte auf dem Stadionrasen steigen sollen. Dort waren aber noch die Linien fürs parallel stattfindende Jugend-Pfingstturnier gezogen. Das wiederum schien den Unparteiischen extrem zu stören. Nach langer Überredungsarbeit der beiden Trainer wurde dann doch gespielt, mit 45 Minuten Verzögerung auf dem Kunstrasen nebenan.

Und dort ging die Partie des Absteigers – gleichzeitig das letzte Spiel von Coach Benjamin Scherl an der SVK-Seitenlinie – mit 0:1 (0:0) verloren. „Die Umstände davor waren ziemlich unglücklich“, befand schließlich auch der scheidende Übungsleiter, der sich dennoch darüber freute, dass viele Zuschauer den Weg zu der Begegnung gefunden hatten.

War vor dem Spiel bereits heftig diskutiert worden, ging es auf dem Platz nicht eben freundlich weiter. „Nickeligkeiten, Beleidigungen, da war alles dabei“, so Scherl. In der ersten Halbzeit kam seine Mannschaft durch Klara Schöninger, Keiko Fukumitsu, Marie Schöller und Christine Woiski zu Gelegenheiten, aber nicht zu Toren. Der einzige Treffer der Partie gelang dem FSV Oßweil kurz nach dem Seitenwechsel per Strafstoß, den Natalie Rycko verwandelte (49.). Vor dem Gegentreffer hatte Scherl zwei Drittel der defensiven Dreierkette austauschen müssen. Sowohl Sarina Pletschacher als auch Ayse Akbulut hatten sich verletzt. In der zweiten Hälfte gelang dem SV Kornwestheim nichts Zwingendes mehr, auch weil die Kräfte zusehends schwanden.

„Schade, dass wir am Ende keinen Sieg mehr feiern konnten“, so Scherl, der sich jetzt erst einmal ein Jahr trainerfreie Zeit gönnt und sich auf den Erwerb der B-Lizenz konzentrieren möchte.