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Fußball Croatia hat die Chancen, SVK macht die Tore

Melanie Bürkle, vom 04.11.2018 00:00 Uhr
Der ist drin: Marco Reichert verwandelt Foto: Peter Mann
Der ist drin: Marco Reichert verwandelt Foto: Peter Mann

Kornwestheim - Weniger Chancen, weniger Ballbesitz und trotzdem gewonnen. Beim Tabellenersten rollte der Ball – und zwar wie sich das SVK-Trainer Sascha Becker und seine Mannschaft zuvor ausgedacht hatten. Ob die Kornwestheimer allerdings wirklich mit solchen eigentlich 100-Prozent-Chancen des Gegners gerechnet hatten, ist ein wenig zu bezweifeln.

Klar war, dass das Team von Coach George Carter eine starke Offensive hat. Keine Mannschaft in der Bezirksliga Enz-Murr hat mehr Treffer erzielt. Nach kurzem Abtasten nahm Croatia das Spiel in die Hand und tauchte regelmäßig vor SVK-Torhüter Louis Wolfs Kasten auf. In der 26. Spielminute gab’s die ersten Schrecksekunden für die Gastgeber. Der Bietigheimer Kresimir Trepsic stürmte im Alleingang auf das Kornwestheimer Tor zu. Zwar gelang es drei Blauen noch aufzuschließen, doch es kam zum Mann-gegen-Mann-Duell, das Wolf mit einer grandiosen Parade für sich entschied. Es war die Chance der ersten Halbzeit schlechthin.

Wenige Minuten später tauchte Dominic Janzer vor dem gegnerischen Tor auf. Von zwei Gegnern umringt, tänzelte er mit dem Leder am Fuß in den Strafraum und kam dort zu Fall: Elfmeter. Nicht Janzer, sondern Kapitän Marco Reichert nahm sich der Aufgabe an. Knallhart schoss er in der 32. Minute flach ins rechte Eck zur 1:0-Führung. Die Gäste ließen von nun an natürlich erst recht nicht mehr locker. Mehrmals tauchten sie gefährlich nahe vor dem Kornwestheimer Tor auf, das Louis Wolf aber sauber hielt.

Auch in der zweiten Spielhälfte leistete der Kornwestheimer Keeper überragende Arbeit. Während die Bietigheimer zahlreiche Möglichkeiten verschenkten, nutzten die Kornwestheimer die nächste Gunst der Stunde. In der 59. Spielminute macht der vor dem Tor lauernde Pirmin Löffler nach Zuspiel von Janzer den Ball unverfroren zum 2:0 ins lange Eck. Der Frust war den Gegnern anzusehen. Sie kämpften aber weiter, doch an Wolf war kein Vorbeikommen. Dafür kam die Becker-Elf ein weiteres Mal an den Gästen vorbei. Reichert stürmte über die linke Seite nach vorne, gab an Nico Schürmann weiter, der verlängerte auf Janzer, der schob zum 3:0 ein. Damit war in der 84. Spielminute die Partie gelaufen. Dem Tabellenzweiten gelang zwar in der 90. Minute noch ein abgefälschter Pfostentreffer, mehr aber auch nicht. „Wir haben immer zur richtigen Zeit Druck gemacht und waren erfolgreich“, zog Trainer Sascha Becker sein Resümee: „Heute hat einfach alles nach Plan gepasst, auch mit ein wenig Glück.“ Damit baut der SVK seinen Vorsprung an der Tabellenspitze um drei auf sieben Punkte aus.