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Fußball Der Aufsteiger will gleich oben mitmischen

Michael Bosch, vom 10.08.2018 17:48 Uhr
Der SV Pattonville: (hinten von links) Platzwart Christian Hildebrandt, Sportdirektor Francis Pola, Daniel Schubert, Matthias Hirschmann, Janbir Singh, Julian Bäurle, Johannes Vetter, Philip Mandic, Kevin Mandic, Milyon Hagos, Murat Cicek, Trainer Andreas Eschenbach, Co-Trainer Holger Lung, (Mitte von links) Vereinsarzt Dr. Simeon Geronikolakis, Vorstand Michael Uhse, Giuseppe Pantisano, Kevin Neumann, Lukas Kiess, Eren Sonal, Yannic Poet, Taulant Shala, Tobias Uhse, Marco Hörner, Tobias Ader, Luca Garcia Urbina, Stadionsprecher Andi Weiß, Abteilungsleiter Reiner Bodenmüller,  (vorne von links) Sascha Vietense, Fatih Cicek, Emrah Akpolat, Nicola Pantic, Karl Birkeneder, Arbnor Ahmeti, Emre Ordulu, Marc-Kevin Ketzler, Ibrahim Nar. Es fehlen: Sascha Pantic, Simon Baum und Bakary Maneh. Foto: Archiv/Horst Dömötör
Der SV Pattonville: (hinten von links) Platzwart Christian Hildebrandt, Sportdirektor Francis Pola, Daniel Schubert, Matthias Hirschmann, Janbir Singh, Julian Bäurle, Johannes Vetter, Philip Mandic, Kevin Mandic, Milyon Hagos, Murat Cicek, Trainer Andreas Eschenbach, Co-Trainer Holger Lung, (Mitte von links) Vereinsarzt Dr. Simeon Geronikolakis, Vorstand Michael Uhse, Giuseppe Pantisano, Kevin Neumann, Lukas Kiess, Eren Sonal, Yannic Poet, Taulant Shala, Tobias Uhse, Marco Hörner, Tobias Ader, Luca Garcia Urbina, Stadionsprecher Andi Weiß, Abteilungsleiter Reiner Bodenmüller, (vorne von links) Sascha Vietense, Fatih Cicek, Emrah Akpolat, Nicola Pantic, Karl Birkeneder, Arbnor Ahmeti, Emre Ordulu, Marc-Kevin Ketzler, Ibrahim Nar. Es fehlen: Sascha Pantic, Simon Baum und Bakary Maneh. Foto: Archiv/Horst Dömötör

Pattonville - So eine Saison wie die vergangene wird es nicht noch einmal geben, das weiß Andreas Eschenbach ganz genau. In 30 Spielen schoss der SV Pattonville 144 Tore und verlor nur eine Partie – am letzten Spieltag, als der Aufstieg längst sicher war. Trotzdem gehen der Trainer und seine Mannschaft selbstbewusst in die neue Saison, die erste für den Club in der Fußball-Bezirksliga. Den Klassenerhalt – in der Regel das Ziel eines jeden Aufsteigers – nennt Eschenbach „das Pflichtprogramm“. Er wünscht sich eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte. „Und dann gucken wir mal, wie weit wir nach oben rutschen können.“ Mit dem Kader, den er zur Verfügung hat, sei das durchaus eine realistische Zielsetzung für die neue Saison.

Dass Eschenbach in Michael Unger, der eine Pause einlegt, seinen besten Torschützen aus der Aufstiegssaison (34 Treffer) verloren hat, bereitet ihm kein Kopfzerbrechen. „Das können wir kompensieren.“ Tualant Shala (kommt von 07 Ludwigsburg) und Eren Sonal (Croatia Stuttgart) heißen die neuen Alternativen im Sturmzentrum. „Michi Unger hätte sich schwer getan in der Bezirksliga aufgrund der Art und Weise, wie er spielt“, meint Eschenbach. Mit den Neuzugängen aus der Bezirks- und Landesliga sieht der SVP-Coach sein Team nicht nur in der Breite besser aufgestellt, sondern auch in der Spitze. Rückkehrer Tobias Uhse mit seiner Torgefahr und individuellen Klasse und Abwehrspieler Yannic Poet haben in der Vorbereitung besonders überzeugt. Sie sind wohl gesetzt.

Schon in der vergangenen Runde war Eschenbach aber dafür bekannt, viel zu rotieren. Das will er auch weiterhin so handhaben. Mit einem 31 Mann starken Kader hat er nämlich genug Alternativen. „Bei mir wird Trainingsfleiß belohnt. Wer da ist, der hat gute Karten auf die Startelf.“ Aber natürlich gibt es auch bei ihm einem Kern, auf den er setzt. Nebst Uhse und Poet gehören die beiden Kapitäne Ibrahim Nar und sein Stellvertreter Johannes Vetter zu den Leistungsträgern, außerdem Torhüter Karl „Kalli“ Birkeneder – einer der Garanten für den Aufstieg. Eschenbach glaubt, dass er auch eine Liga höher zu den besten Schlussmännern gehören wird.

Neben der Zielsetzung unterscheidet den SVP von anderen, typischen Aufsteigern, dass er weiter Fußball spielen will. Hinten reinstellen und kontern – nicht mit Eschenbach. „Wir wollen weiter spielerische Lösungen haben“, sagt der Trainer. Aber er hat auch ein neues Spielsystem einstudiert, das weniger auf Ballbesitz angelegt ist. „So können wir auf die Aufgaben reagieren, die uns gestellt werden.“ Das, was er gefordert habe, habe seine Mannschaft sehr schnell umgesetzt.

An diesem Sonntag, 12. August, bestreitet der SVP nun sein erstes Spiel in der Bezirksliga überhaupt. Zu Gast im Sportpark ist Aufsteiger TSV Höfingen. „Eine interessante Aufgabe“, sagt Eschenbach. Seine Mannschaft werde sich in dieser Saison in jedem Spiel anstrengen müssen, das sei klar, aber vor allem zuhause wolle man punkten. „Wir werden Höfingen nicht unterschätzen, aber wir spielen, um zu gewinnen.“ An Selbstvertrauen mangelt es dem SV Pattonville wirklich nicht.