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Fußball Der SV Kornwestheim will die Tabelle auf den Kopf stellen

Michael Bosch, vom 09.08.2018 09:48 Uhr
Der SV Kornwestheim: (hinten von links) Dominik Janzer, Philipp Böhl, Kosta Georgis, Lars Greinert, Pirmin Löffler, Mike Wolf, Nico Schürmann, Carsten Schulze, (Mitte von links), Tim Waida, Philipp Neils,  Betreuer Rainer Becker, Athletiktrainer Manfred Reichert, Torwarttrainer Sven Ladenburger, Trainer Sascha Becker,  Co-Trainer Patrick Müller, Sportlicher Leiter Bernhard Plitzner, Abteilungsleiter Aktive Stephan Mohr, Spielleiter Uli Weber, Timo Plitzner, Kai Fischer, (vorne von links) Marco Reichert, Florian Hecker, Marvin Porubek, Dennis Vorbusch, Zdenek Polizoakis, Louis Wolf, Gianluca Claciura, Dennis De Sousa Lourenco, Timo Stahl. Es fehlen: Berkan Yürükoglu, Stefano Nicolazzo und Mirsad Vejselovic. Foto: Horst Dömötör
Der SV Kornwestheim: (hinten von links) Dominik Janzer, Philipp Böhl, Kosta Georgis, Lars Greinert, Pirmin Löffler, Mike Wolf, Nico Schürmann, Carsten Schulze, (Mitte von links), Tim Waida, Philipp Neils, Betreuer Rainer Becker, Athletiktrainer Manfred Reichert, Torwarttrainer Sven Ladenburger, Trainer Sascha Becker, Co-Trainer Patrick Müller, Sportlicher Leiter Bernhard Plitzner, Abteilungsleiter Aktive Stephan Mohr, Spielleiter Uli Weber, Timo Plitzner, Kai Fischer, (vorne von links) Marco Reichert, Florian Hecker, Marvin Porubek, Dennis Vorbusch, Zdenek Polizoakis, Louis Wolf, Gianluca Claciura, Dennis De Sousa Lourenco, Timo Stahl. Es fehlen: Berkan Yürükoglu, Stefano Nicolazzo und Mirsad Vejselovic. Foto: Horst Dömötör

Kornwestheim - Das Ziel für den SV Kornwestheim in der Bezirksliga, in der ab Sonntag der Ball wieder rollt, ist klar: oben mit dabei sein. Wobei Trainer Sascha Becker das noch präzisiert: „Das bedeutet schon einen Platz unter den Top 2 oder Top 3.“ Auch wenn seine Mannschaft als Landesligaabsteiger von vielen Konkurrenten als absoluter Favorit auf die Meisterschaft und den direkten Wiederaufstieg gehandelt wird, sieht Becker das nicht so.

Die Karte des Meisterschaftsanwärters Nummer 1 schiebt er einem anderen Club zu: NK Croatia Bietigheim. „Bietigheim hat ganz andere finanzielle Mittel“, so Becker. Und die hätten sie auch für sinnvolle Verstärkung eingesetzt. „Sie haben schon brutale individuelle Qualität.“ Die Bietigheimer haben außerdem den Vorteil, dass sie die Liga bereits kennen, der SVK nicht. Aber die hohe individuelle Qualität sieht Becker auch bei seiner eigenen Mannschaft. „In der Breite sind wir mindestens ebenbürtig.“

In Summe schätzt Becker das Spielermaterial, das er zur Verfügung hat, sogar noch stärker ein, als in der Vorsaison. Nicht nur von den sportlichen Fähigkeiten seiner Spieler ist der Trainer überzeugt, sondern auch vom Charakter der Mannschaft.

Wer neu zum Team gestoßen ist, das sei inzwischen kaum mehr zu erkennen. „Sie sind aber auch in eine Mannschaft gekommen, die es einem leicht macht“, lobt der SVK-Coach die Atmosphäre. „Zu meiner Zeit gab’s für Neulinge ordentlich aufs Holz.“

Und einige Neuzugänge wie Außenverteidiger Philipp Böhl, Offensivmann Kai Fischer oder Rückkehrer Timo Stahl im zentralen Mittelfeld hätten sich besonders aufgedrängt. Das Gerüst der Mannschaft bilden aber „die üblichen Verdächtigen“: Kapitän Marco Reichert, Stürmer Dominik Janzer und Mittelfeldspieler Stefano Nicolazzo. „Auch über einen Nico Schürmann brauchen wir nicht zu diskutieren, wenn er fit ist und im Training seine Leistung bringt“, sagt Becker.

Dass in der Vorbereitung viele seiner Spieler Tore erzielten, sieht Becker als Beweis dafür, dass man vor allem im Angriff flexibler und somit schwerer auszurechnen sei. „Es ist jetzt nicht mehr so, dass wir ein Problem haben, wenn Dominik Janzer nicht trifft.“

Mit der Vorbereitung sei er zufrieden, betont Sascha Becker. Das war er aber auch in der Vorsaison – und am ersten Spieltag setzte es direkt ein 0:3-Niederlage. Das sei nicht zu vergleichen, meint Becker aber. „Wir sind mannschaftstaktisch jetzt viel weiter, die Abläufe passen, die Spieler haben die Spielidee quasi inhaliert.“ Zudem seien vor einem Jahr zu Beginn etliche Spieler verletzt gewesen, es habe einen Umbruch innerhalb der Mannschaft gegeben. „Dieses Mal wird es ein guter Start“, da ist sich der SVK-Coach sicher.

Und die Paarung am ersten Spieltag hat es gleich in sich: Am Sonntag, 12. August, geht es um 15 Uhr daheim auf dem Kunstraßenplatz an der Bogenstraße gegen die Spvgg 07 Ludwigsburg. Zwar zählt Sascha Becker die Barockstädter nicht zu den absoluten Spitzenteams der Bezirksliga Enz/Murr, brisant ist das Duell aber allemal. Zunächst einmal ist es ein Nachbarschaftsduell. Und dann sind da Aleksandar Adzic, Leon Kraguljac, Janusz Liermann und Alessandro Di Perna, die in der vergangenen Saison noch das Trikot des SVK trugen, jetzt aber in Schwarz-Gelb auflaufen. „Ich hoffe, dass ein bisschen was los ist“, sagt Becker vor dem ersten Saisonspiel. „Wir freuen uns, dass wir jetzt starten.“