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Fußball Der SVK trifft auf die Torfabrik der Liga

Michael Bosch, vom 02.11.2018 16:33 Uhr
Um die Tabellenführung und gegen den Abstieg: Der SV Kornwestheim und der SV Pattonville bestreiten am 14. Spieltag richtungsweisende Spiele. Foto: Archiv/Horst Dömötör
Um die Tabellenführung und gegen den Abstieg: Der SV Kornwestheim und der SV Pattonville bestreiten am 14. Spieltag richtungsweisende Spiele. Foto: Archiv/Horst Dömötör

Kornwestheim/Pattonville - Egal wie das Spitzenspiel ausgeht, „die Saison ist noch sehr sehr lang“, sagt SVK-Trainer Sascha Becker. Aber ein Sieg gegen den größten Verfolger, NK Croatia Bietigheim, wäre schon wichtig. Der Spitzenreiter aus Kornwestheim hat vor dem Duell an diesem Sonntag (14.30 Uhr, Kunstrasenplatz Bogenstraße) vier Punkte Vorsprung auf den Tabellen-Zweiten. Bei einem Sieg wären es also sieben. „Aber sieben Punkte aufzuholen, das geht so schnell“, sagt Becker. Der SVK-Coach fordert von seiner Mannschaft gegen die spielstarken Bietigheimer, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. „Wir müssen aktiv sein und mit dem Ball das Spiel bestimmen.“ Auch gehe es darum „gemeinsam zu verteidigen und anzugreifen“. Dass sein Team, das mit gerade einmal 13 Gegentreffern die beste Abwehr der Bezirksliga stellt, disziplinierter und dementsprechend besser organisiert ist, sieht Becker als Pluspunkt. Er hat das defensive Umschaltspiel bei Croatia als kleinen Schwachpunkt ausgemacht. Gut zu verteidigen, darauf wird es ankommen – auch für die Kornwestheimer. Denn Croatia Bietigheim ist die Torfabrik der Liga (44 Treffer). Eigentlich dürfte Becker in Anbetracht dessen froh darüber sein, dass die beiden Topstürmer Zvonimir Zivic (10 Tore) und Mario Teutsch (13) wohl ausfallen. Becker sagt aber: „Eigentlich finde ich es schade, dass in einem Topspiel bei beiden Mannschaften wichtige Spieler fehlen.“ Beim SVK ist Stefano Nicolazzo zum letzten mal gesperrt, Kai Fischer (Bänderriss) und Marvin Porubek (bekommt die Weisheitszähne gezogen) fehlen sicher. Fraglich sind Philipp Neils, Tim Waida und Kosta Georgis. Nico Schürmann und Florian Hecker stehen wohl im Kader, waren aber zuletzt angeschlagen.

SVP: Kein Spaziergang gegen Aldingen

Für den SV Pattonville gab es zuletzt sogar Lob vom Gegner. „Es ist mir unerklärlich, wie Pattonville so weit unten stehen kann. Das war die bislang offensiv stärkste Mannschaft der Liga“, sagte Heimsheims Trainer Jürgen Herrmann nach dem 4:4 gegen den SVP. An der Tabellensituation – die Eschenbach-Elf ist mit zwei Punkten Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze Vorletzter – hat sich seitdem nichts grundlegend geändert. Mit einem Sieg im Derby gegen den TV Aldingen (13.) an diesem Sonntag (14.30 Uhr, Sportpark Pattonville) könnte das aber der Fall sein. Pattonville könnte die Aldinger überholen und sich aus der Abstiegszone verabschieden. SVP-Coach Andreas Eschenbach hat den Gegner unter der Woche im Bezirkspokal beobachtet. Aldingen sei „keine Übermannschaft“, aber ein Spaziergang werde es sicherlich auch nicht. „In Anbetracht der Tabellensituation ist ein Unentschieden oder ein Remis schon fast zu wenig“, so Eschenbach. Beim SVP kehrt Yannic Poet zurück. Er hat sein Staatsexamen hinter sich gebracht.

Derby zwischen Drita und dem TSC

In der Kreisliga A2 kommt es zum Derby zwischen Drita Kosova und dem TSC Kornwestheim. Wenn der ungeschlagene Tabellenführer an diesem Sonntag (14.30 Uhr) auf dem Kunstrasenplatz Jahnstraße den Elften empfängt, scheinen die Rollen klar verteilt. „In einem Derby ist alles möglich“, sagt TSC-Coach Erkan Kilic trotzdem und schiebt hinterher: „Drita erzielt fünf Tore im Schnitt. Natürlich sind sie der Favorit.“ Das sieht auch sein Gegenüber so. „Wir wollen die Punkte bei uns behalten“, so Drita-Trainer Safet Muzliukaj. Ihm wird Egzon Krajki nach seiner Gelb-roten Karte im Pokal unter der Woche gegen den TV Aldingen fehlen. Daut Shala oder Genc Avduli sind die Alternativen für die Startelf. Dass seine Mannschaft an der 2:3-Niederlage im Pokal zu knabbern hat, glaubt Muzliukaj nicht. „Jeder Sieg ist gut für die Moral, aber für uns hat von Anfang an eigentlich nur die Liga gezählt.“