Fußball Der Türkische SC hat noch einige Hürden zu überwinden

Marius Venturini, vom 07.02.2018 11:00 Uhr
Und hopp! Christian Kilburg (rotes Trikot) und der TSC sind gegen Ludwigsburg zunächst obenauf. Foto: Peter Mann
Und hopp! Christian Kilburg (rotes Trikot) und der TSC sind gegen Ludwigsburg zunächst obenauf. Foto: Peter Mann

Kornwestheim - Mit einem Rumpfkader hat A 2-Ligist TSC Kornwestheim sein erstes Testspiel in der Winterpause bestritten. Bei AKV B. G. Ludwigsburg (Kreisliga B 1) gab es ein 1:1-Unentschieden. Der TSC, dessen Trainer Sahin Üste lediglich auf zwölf Feldspieler und zwei Torhüter zurückgreifen konnte, ging früh durch Azim-Semih Özsoy in Führung (4.). „Danach haben wir aber stark nachgelassen, Ludwigsburg war viel besser und hatte viel mehr Chancen als wir“, fasst Üste das Geschehen auf dem Platz zusammen. Erwartungsgemäß trafen die Hausherren nach dem Seitenwechsel noch zum Ausgleich. Ndricim Tolaj besorgte in der 48. Minute das Tor zum 1:1-Endstand.

„Bei uns stimmen die Absprachen noch nicht“, stellt Sahin Üste fest, „da wartet noch viel Arbeit auf uns.“ In seiner Mannschaft gibt es seit dem teilweisen personellen Umbruch in der Winterpause viele neue Gesichter. Auslöser für einige Personalentscheidungen war Alparslan Akdemirs Ausraster im Spiel gegen Heimsheim gewesen – die Verantwortlichen reagierten nun auch bei anderen Spielern auf einige Undiszipliniertheiten und strichen sie aus dem Kader. Und das neue Personal, das will erst einmal integriert werden.

Der TSC hat vor allem in der Abwehr massiv nachgebessert. Von Drita Kosova Kornwestheim kam Leistungsträger Fatos Povataj. Von seinem Ex-Verein TV Möglingen lotste Sahin Üste Martin Krauss an seine jetzige Wirkungsstätte. Ferner ist Tanju Seker, zuletzt bei Dersim Sport Ludwigsburg und zuvor ebenfalls bei Drita Kosova, ein Mann für die defensive Viererkette.

Ehemalige Drita-Akteure scheinen beim TSC ohnehin hoch im Kurs zu stehen. Denn einer der beiden aktuellsten Transfers ist Fidan Ademaj. Dieser hatte die Kornwestheimer Kosovaren während der Hinrunde verlassen, ohne eine Adresse zu hinterlassen. „Familiäre Gründe“ hieß es damals in der offiziellen Begründung. Nun kehrt er wieder zurück in die Kornwestheimer Fußballlandschaft. Zudem hat der TSC das Korntaler Urgestein Patrick Gubina geholt. „Der kann überall spielen“, sagt Üste, der außerdem ab sofort auf Offensivmann Vassilios Kostakis (bisher FV Ingersheim) zurückgreifen kann.

Es ist also einiges in Bewegung beim TSC – wohingegen sich einige Akteure beim Test in Ludwigsburg nicht mehr so viel bewegten. Ihnen steckte noch die Teilnahme am interkulturellen Hallenturnier in den Hallen am Römerhügel, dem Tarka-Cup, in den Knochen. Der TSC war dort tags zuvor mit zwei Mannschaften am Start – und die nominelle Zweite holte tatsächlich den U30-Turniersieg. TSC Kornwestheim
Esen (46. Loureiro) – Gera, Povataj, Kutlu, Erhan Baloglu, A. Erbas, Dogan (46. Marino), Okumus, Özsoy, Kilburg, Schweikert