FußballDie Suche nach dem letzten Quäntchen

Marius Venturini, vom 17.08.2017 08:00 Uhr
Der SV Pattonville Foto: Michael Bosch
Der SV PattonvilleFoto: Michael Bosch

Pattonville - Ein Name ist beim SV Pattonville noch immer präsent, obwohl er sich selbst nach der vergangenen Saison eine Pause vom Fußball verordnet hat. Die Rede ist von Murat Cicek, Kapitän, Eigengewächs, Organisator im Mittelfeld – und von Neu-Trainer Andreas Eschenbach inzwischen mit einem „Auf Abruf“-Schildchen versehen. „Er kann jederzeit bei Bedarf reaktiviert werden“, sagt der Coach. In die neue Spielzeit der Kreisliga A 1 geht es aber zunächst mal ohne den einstigen Zehner. Die Runde beginnt mit dem Heimspiel gegen den VfR Großbottwar (Sonntag, 15 Uhr).

Eschenbachs Vorgabe ist, sich im Vergleich zur abgelaufenen Runde keineswegs zu verschlechtern. Das heißt, das Saisonziel lautet: Platz eins bis vier. Was nicht einfach werden dürfte. Zum Einen rechnet der Übungsleiter damit, dass Teams wie Absteiger FV Ingersheim oder Dauerfavorit GSV Pleidelsheim ein gehöriges Wörtchen um den Aufstieg mitreden werden. Zum Anderen, weil für seine eigene Mannschaft der Start durch das urlaubsbedingte Fehlen einiger Stammkräfte erschwert wird. „Das macht aber nichts“, sagt Eschenbach, „mit der Besetzung haben wir auch die TSpvgg Münster deutlich geschlagen.“ Überhaupt: Jeder Verein in der Liga habe dieses Päckchen zu tragen. „Nur beim einen ist es größer, beim anderen kleiner.“

Die Liga selbst schätzt Eschenbach als „die stärkste der drei A-Ligen“ ein. „Es ist gut, dass es nun zwei Mannschaften weniger sind als im letzten Jahr“, sagt er, „denn die Bundesligagröße mit 18 Teams war schon ein Brett.“ Eschenbach ist überzeugt, dass die Aufsteiger aus der kommenden Saison in der Bezirksliga keine Probleme haben werden.

Wenig Probleme haben dem Coach auch die Neuzugänge in seiner Mannschaft bereitet. Ganz im Gegenteil. „Michael Unger zum Beispiel. Er kam aus der zweiten Mannschaft und hat jetzt einen großen Schritt gemacht“, lobt Eschenbach. Aber auch Neue, die von außen kamen, erwiesen sich in der Vorbereitung als echte Verstärkungen. „Arbnor Ahmeti hat zum Beispiel gut eingeschlagen. Er hat beim Landesligisten TV Oeffingen keine Einsätze bekommen.“ Auch Emre Ordulu aus der eigenen U19, die Eschenbach zuvor trainiert hatte, bringe das Team voran. Einen Wermutstropfen gibt es aber: Alessio Acri, neu vom TB Beinstein, fällt mit einer Patellasehnenreizung lange aus.

Das es so läuft wie in den vergangenen Jahren, dass bis nach oben immer ein kleines Stückchen fehlt, das will Eschenbach verhindern: mit Konkurrenzkampf im Kader und frischem Wind durch einen neuen Trainer. „Ob das nun ich bin oder jemand anderes gewesen wäre, ist völlig egal.“