Fußball „Es war an der Zeit, ein Zeichen zu setzen“

Marius Venturini, vom 14.01.2018 15:00 Uhr
Der Türkische SC mit Azim-Semih Özsoy (rotes Trikot) hat eine ereignisreiche Hinserie hinter sich. Foto: Archiv/Peter Mann
Der Türkische SC mit Azim-Semih Özsoy (rotes Trikot) hat eine ereignisreiche Hinserie hinter sich. Foto: Archiv/Peter Mann

Kornwestheim - Wie schnell sich eine Durchschnittssaison für einen Verein zu einem ziemlich unerfreulichen Szenario entwickeln kann, hat der Vizevorsitzende des TSC, Hakan Ayan, mit seinem Club in der Hinrunde der Kreisliga A 2 erlebt. Ein Interview über Sportliches und Unsportliches.

Herr Ayan, das Nachholspiel gegen Friolzheim am 17. Dezember 2017 hätten Sie sich schenken können. Es ging 3:5 verloren.
Ja. Aber es war eine indirekte Forderung des Verbandes, dass das Spiel dieses Jahr noch stattfindet.
Wie sieht so eine indirekte Forderung aus?
Wir wurden darum gebeten, noch im Dezember zu spielen, weil einige Nachholspiele im Februar und im März anstehen. Deswegen sei es besser, das möglichst schnell zu machen. Wir waren nicht so zufrieden, Friolzheim auch nicht. Wir waren zum Jahresende hin sehr begrenzt besetzt, das hat man auch anhand der Aufstellung erkennen können. Aber klar, ein Sieg wäre ein guter Abschluss gewesen.
Es sah ja eine Zeit lang nicht so schlecht aus. Aber die Mannschaft hat zu viele Tore einfach hergeschenkt.
Definitiv. Aber bei uns geht es aufgrund individueller Fehler und Unachtsamkeiten immer schnell, dass wir Tore einfangen.
Einen Vorteil hatte das Spiel aber: Trainer Sahin Üste hat mir gesteckt, dass sich der Verein im Zusammenhang mit den Vorkommnissen um Alparslan Akdemir von einigen Spielern getrennt habe.
‚Getrennt‘ ist vielleicht das falsche Wort und ich werde hier auch keine Namen nennen. Bis zum Heimsheim-Spiel war alles absolut im grünen Bereich. Ein, zwei Niederlagen und Unentschieden – eine stressfreie Saison. Aber die Aktion in diesem Spiel (Anm. d. Red.: TSC-Stürmer Alparslan Akdemir rastete nach einem Zweikampf aus und wurde für Tätlichkeiten und Drohungen für 18 Monate gesperrt. Zudem beantragte der Verband eine lebenslange Sperre für ihn als Wiederholungstäter) war so etwas wie ein Knackpunkt.