Fußball Königsklasse im Junioren-Trainingslager

Marius Venturini, vom 06.09.2018 09:00 Uhr
Mannschaftsfoto mit  Präsidenten: Der SVP-Vorsitzende Michael Uhse (links) und der FCRP-Vorsitzende Martin Bächler (rechts) rahmen die Teilnehmer des Camps ein - inklusive Leiter Francis Pola (Zweiter von links). und Trainer Savvas Karatzidis (hinten, Zweiter von rechts). Foto: Marius Venturini
Mannschaftsfoto mit Präsidenten: Der SVP-Vorsitzende Michael Uhse (links) und der FCRP-Vorsitzende Martin Bächler (rechts) rahmen die Teilnehmer des Camps ein - inklusive Leiter Francis Pola (Zweiter von links). und Trainer Savvas Karatzidis (hinten, Zweiter von rechts). Foto: Marius Venturini

Kornwestheim - Sogar die Champions League ist ausgespielt worden auf dem Kunstrasen im Sportpark Pattonville. Also: im Kleinen. Im ziemlich Kleinen. Genauer gesagt: 15 Nachwuchs-Kicker des FC Remseck-Pattonville haben in einem Turnier mit drei Mannschaften den Sieger ermittelt. Das Ganze war der Abschluss eines dreitägigen Fußball-Camps, dass vom SVP in Zusammenarbeit mit der Fußball-Akademie Akapola ausgerichtet wurde. Akapola-Inhaber ist Francis Pola, Sportdirektor bei SVP und FCRP.

„Es ist das zweite Mal, dass wir so etwas bei uns machen“, berichtet der SVP-Vorsitzender Michael Uhse, der am gestrigen Mittwochvormittag extra vorbeigeschaut hat. Vor vielen Jahren sei Uwe Bein, Fußball-Weltmeister von 1990, mit seiner Akademie zu Gast gewesen. Und jetzt, 2018, kann man beim SVP auf ganz naheliegende Expertise zurückgreifen. Um sich geschart hatten Francis Pola und FCRP-D-Jugend-Trainer Savvas Karatzidis 15 Spieler aus D- und C-Jugend.

Am ersten Tag ging es im Sportpark ums Dribbeln. „Die offene Form mit so vielen Wiederholungen wie möglich, damit die Grundtechnik sitzt“, sagt Pola. Anschließend durften die jungen Spieler nach dem Dribbling passen oder aufs Tor schießen. Nachmittags suchte die Gruppe dann noch den Dribbelkönig, der die verschiedenen Disziplinen am besten bewältigen konnte. Gewinner: Alexandros Karatzidis.

Zweiter Tag, zweite Disziplin: Kopfball. „In allen erdenklichen Formen“, sagt Pola, „und natürlich auch die Grundlagen: Dass man dabei die Augen offen halten muss, wie man den Ball in eine bestimmte Richtung bringt und so weiter.“ Bei diesen Übungen kam auch ein Trampolin zum Einsatz.

Zum Abschluss am dritten Tag stand eine Intensiv-Lektion in Sachen Passspiel auf dem Pola-Plan. Vier gegen zwei, fünf gegen zwei, so lauteten die Spielformen der Trainingseinheiten. Und nachdem die Junioren-Kicker noch ein paar Mal aufs Tor schießen durften, wartete zum Schluss die Champions League.

„Demnächst geht in der D- und C-Jugend die Saison los“, so Pola, „und das hier ist eine Art Trainingslager.“ Beim FCRP trainiere man nicht schon seit vier bis fünf Wochen, sondern seit einer, um genau zu sein. „Wir legen aber trotzdem Wert auf die Ausbildung unserer Spieler“, betont der Sportdirektor und Akademie-Betreiber in Personalunion.

„Für uns als Verein ist das natürlich ein Glücksfall“, lobt SVP-Präsident Michael Uhse mit Blick auf das Treiben auf dem Kunstrasen, „wir haben alles praktisch nebenan.“ Beide Seiten könnten von dem Trainingscamp profitieren. Pola, der in Stuttgart gemeinsam mit der Stadt auch Teil eines Fußballprojekts für Flüchtlinge ist, fungiert seit Juli 2017 als Sportchef. Er ist Inhaber der A-Lizenz des DFB. Sein Engagement als Camp-Leiter soll nicht einmalig bleiben. Vielmehr sind in den kommenden Oster-, Pfingst- und sogar bereits in den nächsten Sommerferien weitere Ausgaben des Intensivtrainings geplant.