FußballMannschaften nutzen die Nachspielzeit

Marius Venturini, vom 07.11.2017 07:00 Uhr
Drita Kosova um Kapitän Blendor Zymeraj (weißes Shirt) kommt gegen den TSC zu einem 4:4. Foto: Peter Mann
Drita Kosova um Kapitän Blendor Zymeraj (weißes Shirt) kommt gegen den TSC zu einem 4:4.Foto: Peter Mann

Kornwestheim - Ein Derby mit allem drum und dran und Tore in der Nachspielzeit – in den A-Ligen war einiges geboten.

Drita Kosova – Türkischer SC 4:4 (3:1) Sofort nach dem Anpfiff schnappte sich Ardit Bytyqi einen Pass des TSC, spielte quer zu Tugrul Yalman, der zum 1:0 für Drita traf. Die Kosovaren blieben dran, einen Schuss von Yalman lenkte TSC-Keeper Fabio Loureiro über die Latte. Beim Ausgleich brauchte es für die Gäste eine Standardsituation. Alparslan Akdemir traf per Freistoß (26.). „Super“, lautete das Urteil von TSC-Teammanager Sadik Güngör. „Haltbar“, urteilte Drita-Coach Safet Muzliukaj, dessen Team die erste Hälfte dominierte und durch einen Kopfball von Konstantinos Adamakis (36.) und einen Abstauber von Blendor Zymeraj (44.) noch vor der Pause auf 3:1 erhöhte. Pech: Zuvor war ein Schuss von Bytyqi an die Latte gegangen.

Der TSC kam nach dem Wechsel zurück. Nach einem Solo passte Alparslan Akdemir zu Christian Kilburg, der zum Anschluss traf (47.). Die Elf von Trainer Sahin Üste drückte und wurde durch Akdemir belohnt, der mit einem von Adamakis abgefälschten Schuss das 3:3 erzielte (85.). Schluss war danach noch lange nicht. Nach einem aus TSC-Sicht ungeahndeten Foul an Florian Schweikert reagierte Fatlum Bajrami fix und besorgte nach Doppelpass mit Getarb Sali die erneute Drita-Führung (90.+2). Hektik danach: Bei den Hausherren sahen Bytyqi (90.+3, Foul und Meckern) und Kreshnik Duraku (90.+4, wiederholtes Foulspiel) die Gelb-rote Karte. Und tatsächlich staubte Max Ivancic noch zum 4:4-Ausgleich für den TSC ab (90.+5).

„Für uns war es eine unglückliche zweite Halbzeit“, so Muzliukaj, „trotzdem haben wir gut gespielt.“ Güngör schloss sich dem Coach der Kosovaren an: „Drita hat das am Anfang gut gemacht, wir standen zu tief. Mit dem 4:4 können wir zufrieden sein.“ Drita Kosova
Türkmen – Köse, K. Duraku, Adamakis, S. Duraku, Fa. Bajrami, Bytyqi, Zymeraj (77. Guncati), Manoccio, Sali, Yalman Türkischer SC
Loureiro – Gera, Özkaya, Yazici, Ivancic, Schweikert, Okumus (46. Tamer Seker), Dogan, A. Erbas (46. Baloglu), Kilburg (69. Duran), Akdemir

SV Pattonville – Affalterbach 1:1 (0:1) Gleich in der siebten Minute gab es für den SV Pattonville, souveräner Tabellenführer der Kreisliga A 1, die kalte Dusche in Form des 0:1. Bei einem Freistoß stimmte die Zuordnung nicht, Affalterbachs Nermin Skoko durfte unbedrängt einköpfen. „Das hat dem TSV in die Karten gespielt“, so SVP-Coach Andreas Eschenbach. Affalterbach kam zu einigen guten Kontern, Pattonville hatte mehr Spielanteile. Doch es dauerte bis zur zweiten Minute der Nachspielzeit, dass Sascha Pantic nach einem Getümmel vor dem Tor zum Ausgleich traf. SV Pattonville
Birkeneder – Hirschmann (84. F. Cicek), K. Mandic, Bäurle, Iacona, Ketzler (59. Özevin), Singh (46. Unger), Ahmeti, Vetter, Pantic, Akpolat (80. Vietense)