Fußball Spaß und Qual liegen nah beieinander

Marius Venturini, vom 09.08.2017 07:00 Uhr
Der SV Pattonville 2 Foto: z
Der SV Pattonville 2 Foto: z

Pattonville - Gegen Poppenweiler will Athanasios Pontikis nach Möglichkeit wieder den kompletten Kader beieinander haben. Bis zuletzt hatte der Pattonviller Neu-Trainer viele Urlauber in seiner Mannschaft. Das soll sich bis zum Saisonstart der Kreisliga B 3 am Sonntag, 20. August, ändern. Dann empfängt die SVP-Zweitvertretung den Tabellenvierten aus der Saison 2016/2017. Pattonville 2, damals noch trainiert von Patrizio Bellarosa, hatte den sechsten Rang belegt.

Eine Platzierung in diesem Bereich könnte sich Pontikis auch in der nun beginnenden Saison gut vorstellen. „Unser Saisonziel ist es, so weit wie möglich oben mitzuspielen.“ Das ist aber nur ein Teil der Vorgabe, die sich der 44-Jährige gemacht hat. Vielmehr geht es ihm darum, junge Spieler, die aus der Jugend des FC Remseck-Pattonville ins Team kamen, weiterzuentwickeln – und, wenn möglich, irgendwann an die erste Mannschaft weiterzugeben. Im konkreten Fall heißen die Neuzugänge vom FCRP-Nachwuchs Marco Lung, Dario Ucar, Öczan Kara-Souleiman und Emre Ordulu. „Ob es der ein oder andere Spieler dann tatsächlich schafft, ist natürlich eine andere Frage“, sagt Pontikis. Dass beim SV Pattonville eine hohe Durchlässigkeit von Jugend zu Aktiven existiert, ist mittlerweile landläufig bekannt. „Das ist fast schon traditionell so“, bestätigt auch der Coach.

Als er zum ersten Mal zum Training bat, da musste man sich zunächst mal ein wenig beschnuppern. „Ich habe den Jungs gesagt, wie ich mir das Ganze hier vorstelle, und sie haben mir gesagt, dass sie das annehmen wollen“, so Pontikis. Und wie stellt er sich das Ganze vor? „Dass wir über die Fitness jedes Spiel gewinnen können. Das ist meine ganz klare Vorgabe.“ In der Kreisliga B müsse man laufen können, alles andere komme danach. „Natürlich soll es auch Spaß machen, aber man muss sich auch quälen können.“

Pontikis selbst hat diese Erfahrung als Aktiver und Jugendlicher schon bei zahlreichen Vereinen machen können. Seine Laufbahn begann er beim SC Stammheim, direkt in seinem Wohnort. Weitere Stationen waren die A-Jugend des VfB Stuttgart, die Kickers, Spvgg Rommelshausen, TSV Eltingen, Kickers-Amateure, Calcio Leinfelden-Echterdingen, FV Zuffenhausen und noch ein paar weitere.

Zu einer Prognose in Sachen Ligastärke und Meisterfavoriten will sich Pontikis übrigens nicht hinreißen lassen. „Ich kenne die Liga nicht, ich bin ein absoluter Neuling im Bezirk Enz-Murr“, sagt er, „da ist es besser, ich enthalte mich, als etwas komplett Falsches zu sagen.“ Aber, und das betont er : „Wir sind gut genug, um ein Wörtchen mitzureden.“

Das erste Spiel seiner Mannschaft, eben jenes gegen den SV Poppenweiler, wird Pontikis übrigens nicht live am Spielfeldrand miterleben können. Er weilt – schon seit geraumer Zeit – in Griechenland im Urlaub und kehrt erst zum zweiten Spieltag zurück. „Das war schon geplant, als ich hier in Pattonville unterschrieben habe“, versichert er. Für ihn wird Co-Trainer Tzoskun Kara-Souleiman übernehmen.