Fußball Spielabbruch nach Verletzung

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Ratlosigkeit bei Daisy Bolkart (vorn) und den SVK-Frauen. Foto: Horst Dömötör

Kornwestheim - Es lief die elfte Minute der Bezirksliga-Partie des SVK-Frauenteams gegen den Tabellen-Dritten TSV Ottmarsheim, als Kornwestheims Carolin Überall plötzlich mit einem Schrei zusammenbrach. Ohne Einwirkung einer Gegnerin hatte sie sich das Knie verdreht und lag nun mit schmerzverzerrter Miene auf dem ESG-Kunstrasen. „Passiert ist es wohl beim Versuch, an den Ball zu gelangen“, berichtet SVK-Trainer Julian Carrasco von der Szene 20 Meter vor dem gegnerischen Strafraum.

Der herbeigerufene Krankenwagen brachte die verletzte Kornwestheimerin in ein Krankenhaus. Einen Tag später bestätigte sich die Befürchtung: Carolin Überall hatte sich einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt in den kommenden Monaten aus. Es war der nächste Rückschlag für ein personell ohnehin nicht auf Rosen gebettetes SVK-Team, das nach der schlimmen Szene die Partie nicht fortsetzen wollte.

„Drei unserer Spielerinnen standen regelrecht unter Schock und konnten nicht mehr weitermachen“, so Carrasco, dessen Mannschaft ohnehin mit lediglich elf Akteurinnen und ohne Auswechselspielerin angetreten war. „Der Schiedsrichter hat vorgeschlagen, zehn gegen zehn weiterzuspielen“, schildert Carrasco. Das habe aber der Gegner nicht gewollt. Zudem habe sein Team ohnehin nurmehr sechs spielbereite Feldspielerinnen und eine Torhüterin stellen können. Am Ende fiel der Entschluss, die Partie abzubrechen. Ottmarsheim lag zu diesem Zeitpunkt mit 1:0 in Führung.

Wie die Begegnung am Ende gewertet wird, entscheidet nun das Sportgericht. Entweder es gibt eine Neuansetzung, oder die Punkte gehen kampflos an Ottmarsheim.

Beim SV Kornwestheim ist in personeller Hinsicht übrigens bald das Ende der Durststrecke erreicht. „Wir haben sieben Spielerinnen, die schon vor der Saison aus Stammheim zu uns gewechselt sind, die aber erst nach der Winterpause spielberechtigt sind“, so Carrasco. Also schleppe man sich nun noch bis zum Ende der Hinrunde durch. Dass der SVK wie in der vergangenen Spielzeit als Flex-Team antritt, das auch mit weniger Akteurinnen auflaufen kann (der Gegner muss das dann jeweils auch tun), stehe laut Carrasco aber nicht zur Debatte.

 
 

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