Fußball TSC ist weiter, Drita Kosova scheitert im Finale

Marius Venturini, vom 28.12.2017 07:00 Uhr
Erhan Okumus (links)  zieht mit dem TSC in die Hauptrunde ein. Foto: Andreas Gorr
Erhan Okumus (links) zieht mit dem TSC in die Hauptrunde ein. Foto: Andreas Gorr

Kornwestheim - Der Türkische SC Kornwestheim hat bei der Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Glaspalast mit Bravour die Vorrunde überstanden. Am gesamten Spieltag, immerhin fünf Partien à zehn Minuten, kassierte der A 2-Ligist lediglich ein einziges Gegentor – und das per Neunmeter. „Ein echt cooles Turnier“, resümierte der Vizevereinsvorsitzende Hakan Ayan, „die Jungs waren von Anfang an gut dabei.“ Allerdings machte sich in fast allen Partien auch der Klassenunterschied bemerkbar: Der TSC bekam es fast ausschließlich mit B-Ligisten zu tun.

So gab es zum Start auch gleich ein deutliches 4:0 gegen den GSV Maichingen 3 (Kreisliga B 6). Gegen den FC Sexau aus der Kreisliga B 1 ließen die Mannen von Trainer Sahin Üste einen 2:0-Sieg folgen. Einzig im dritten Spiel gegen die Reserve des SV Böblingen (Kreisliga B 5) schwächelte der TSC ein wenig. Resultat: 1:1. „Da hatten viele schon den Gruppensieg vor Augen“, begründet Ayan.

Tatsächlich gewannen die Kornwestheimer ihre Gruppe vor dem FC Sexau. Im Halbfinale wartete der A-Ligist FC Stuttgart-Cannstatt, den der TSC mit 4:0 aus der Halle fegte und damit ins Endspiel einzog. Dort kam es zum Aufeinandertreffen mit der SG Ebhausen/Rotfelden aus der Kreisliga B – und der TSC machte es noch deutlicher. Mit einem überzeugenden 5:0-Finalsieg sicherte sich das Team den Sprung in die Hauptrunde am Samstag, 13. Januar 2018. Als Gegner in Gruppe G stehen bereits Verbandsligist und Mit-Gastgeber VfL Sindelfingen und die Spvgg Holzgerlingen aus der Landesliga fest. Sollte der TSC als Underdog tatsächlich weiterkommen, geht das Turnier am Sonntag, 14. Januar, mit der Endrunde weiter. „Schade, dass Drita Kosova es nicht auch in die Hauptrunde geschafft hat“, so Ayan, „da hätte man aus Kornwestheimer Sicht ein echtes Zeichen setzen können.“

Doch daraus wurde nichts. Der SC Drita Kosova scheiterte im Endspiel gegen den A-Ligisten Fortuna Böblingen mit 1:4. „Wir haben drei individuelle Fehler gemacht, sonst hätten wir das Spiel vielleicht auch noch gewonnen“, fasst Vereinssprecher Spetim Muzliukaj zusammen. Dabei hatten die Kosovaren stark begonnen. Gegen die U19 der SV Böblingen gab es ein 3:0, gegen den TSC-Finalgegner Ebhausen/Rotfelden sprang am Ende ein 3:3 heraus. Den Gruppensieg sicherte sich Drita mit einem 2:0 gegen den SV Tuna Spor Echterdingen (Kreisliga B). Durch ein 2:0 in der Vorschlussrunde über den B-Ligisten 1. FC Lauffen zogen die Kornwestheimer ins Finale ein. Dort setzte es jedoch die entscheidende Niederlage.

„Hätten wir es tatsächlich in die Hauptrunde geschafft, hätten wir ein wirklich anstrengendes Programm gehabt“, sagt Spetim Muzliukaj, „weil wir am 13. und 14. Januar am Römerhügel unser eigenes Turnier veranstalten.“