Fußball Viele Eindrücke und internationales Flair

red, vom 08.02.2018 11:00 Uhr
Die Skizunft-Kicker (blaue Trikots) mit ihren Gegnern aus Chia und Wolfsburg. Foto: z
Die Skizunft-Kicker (blaue Trikots) mit ihren Gegnern aus Chia und Wolfsburg. Foto: z

Kornwestheim - Das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden hat die Fußball-D-Jugend der Skizunft Kornwestheim. Es ging am Wochenende nicht nur zum Bundesligaspiel des VfL Wolfsburg gegen den VfB Stuttgart. Vielmehr wurde der Ausflug zum Testspiel-Wochenende.

Am Morgen des Bundesligaspieltags hieß der Gegner SV Reislingen-Neuhaus. Zu Beginn der dreimal 25 Minuten legten die Gastgeber stark los. Brian Präger, Sohn der Wolfsburger Fußball-Legende Roy Präger, traf zum 0:1 aus Skizunft-Sicht (3.). Doch Kornwestheim glich durch Dennis Habermaier aus, der eine Freistoß-Flanke von Ben Häberlen verwertete (13.). Im zweiten Abschnitt nutzte der Nordhangexpress seine zahlreichen Chancen nicht. Im Schlussdrittel ging es dann rund. Die Gastgeber glänzten mit Diagonalpässen über die Abwehr und erzielten vier Tore. Für die Skizunft veredelte Stürmer Angelos Kalokerinos zwei Hereingaben. Am Ende hieß es 3:5 aus Warte der Kornwestheimer.

Vor der Bundesligapartie in der Volkswagen-Arena stand für die Skizünftler noch der Besuch der VfL Wolfsburg-Fußballwelt auf dem Programm. Dort konnten die Kicker ihre Schusskraft messen, Slalom dribbeln, Passspiel im Tiki-Taka Tempel üben und viele weitere interaktive Fähigkeiten unter Beweis stellen. Maik Habermaier aus dem Nordhangexpress-Trainerstab durfte derweil sogar hinter die Kulissen eines Proficlubs schauen. Der 15-Jährige streifte sich den VfL-Trainingsdress über und assistierte dem Wolfsburger Trainerteam im Rahmen des sogenannten Erlebnisspieltages.

Den Höhepunkt bildete das internationale Blitzturnier am zweiten Tag. Der Gegner hieß Hebei China Fortune Football Club. Der Erstligist aus der Drei-Millionen-Einwohner-Metropole Qinhuangdao im Nordwesten Chinas schickte zwei Nachwuchsteams auf die einwöchige Fußballreise nach Wolfsburg. Auf schneebedecktem Geläuf ging es für den Nordhangexpress zunächst gegen die Jugend-Reserve des Proficlubs. In Führung ging die Skizunft: Nach fünf der 35 Minuten dauernden Begegnung sorgte der quirlige Offensivspieler Anton Holzbog aus kurzer Distanz für die Führung. Weitere Chancen der überlegenen Skizünftler blieben ungenutzt, bevor die chinesische Auswahl nach 23 Minuten überraschend ausglich. Drei Minuten später staubte Mittelfeldmann Dennis Habermaier nach einem Weitschuss von Ben Häberlen ab. Gastspieler Giuliano Bulut erhöhte nach einer halben Stunde auf 3:1. Nach dem Anschlusstreffer in der 32. Minute stellte Angelos Kalokerinos mit dem Schlusspfiff den alten Abstand zum 4:2-Erfolg wieder her.

In der folgenden Partie gegen die erste Mannschaft von Hebei China Fortune FC ging der Plan der Skizünftler anfangs auch auf. Und wieder war es Stürmer Angelos Kalokerinos, der mit seinem vierten Treffer an diesem Wochenende den Nordhangexpress in Führung brachte. In einer ausgeglichenen Partie sorgten die Kicker aus dem Reich der Mitte per Freistoß für den Ausgleich (9.). Packende Zweikämpfe folgten hüben wie drüben, dann drehten die Asiaten so richtig auf. Zwischen der 25. und der 35. Minute erzielten die Chinesen fünf Treffer zum 1:6-Endstand. Dieser Erfolg kam nicht von ungefähr: Im Endspiel gegen den Nachwuchs des VfL Wolfsburg siegte das chinesische Team mit 2:1.

„Das gesamte Wochenende und die anspruchsvollen Partien waren ein tolles Erlebnis für alle und haben uns enorm weitergebracht“, schwärmt Skizunft-Coach Kay Habermaier. Neben dem viermaligen Torschützen Angelos Kalokerinos spielte sich vor allem der junge Debütant Jannis Abel auf der rechten Seite ins Rampenlicht. „Insgesamt war mehr drin“, so Habermaier, der sich vor allem fürs Torhütertraining – Stichwort „Mitspielen“ – einige Veränderungen vorgenommen hat.

Für den Nordhangexpress im Einsatz waren: Jannis Abel, Lukas Abel, Zinar Avci, Giuliano Bulut, Arda Cakmak, Julian Grundmann, Dennis Habermaier, Ben Häberlen, Anton Holzbog, Filip Kablinovic, Angelos Kalokerinos, Timo Kendziorra, Cedrik Ley, Mirnes Omercic, Nils Schwabe und Erik Werner.