HandballAchter Sieg in Folge: SVK ist nicht zu stoppen

Marius Venturini, vom 06.11.2017 07:00 Uhr
Erneut eine der Stützen im SVK-Spiel: Marvin Flügel (im Wurf) Foto: Archiv/Christine Biesinger
Erneut eine der Stützen im SVK-Spiel: Marvin Flügel (im Wurf)Foto: Archiv/Christine Biesinger

Kornwestheim - Die ersten zehn Minuten sind beim Handball nur selten spielentscheidend. Doch die Anfangsphase einer Partie taugt durchaus dazu, eine Duftmarke zu setzen und dem Gegner zu zeigen, mit wem er es zu tun hat. Das tat auch Drittliga-Tabellenführer SVK im Auswärtsspiel beim Dritten TSG Haßloch. In der achten Minute lag die Mannschaft von Trainer Alexander Schurr mit 7:1 in Führung. Zwar wurde es bis zum Ende noch mal ziemlich eng, doch die Kornwestheimer hatten ein erstes Ausrufezeichen gesetzt – die Grundlage für den 32:29 (15:14)-Sieg. „Ein Wahnsinnsspiel vor einer tollen Kulisse“, fasst Coach Schurr zusammen.

Sein SVK kam, wie so oft, gut in die Partie: Fabian Kugel, dreimal Peter Jungwirth, Christopher Tinti, Marvin Flügel und Julius Emrich sorgten gleich zu Beginn für die deutliche 7:1-Führung. „Die haben wir dann aber fast genauso schnell wieder verbaselt“, moniert Alexander Schurr, der in der Folge zu viele missratene, eigensinnige Abschlüsse und individuelle Fehler beobachtete. Die Haßlocher nutzten diese Unkonzentriertheiten aus und waren in dieser Phase vor allem in der ersten Welle erfolgreich. In der 23. Minute hieß es bereits nur noch 12:10 aus Kornwestheimer Sicht, was Schurr zu einer Auszeit zwang. Doch auch bis zur Pause blieb es knapp. Haßlochs Tim Freitag erzielte in der 28. Minute das letzte Tor des ersten Durchgangs. In die Kabinen ging es mit einer knappen 15:14-Führung für Kornwestheim.

Knapp blieb es auch nach dem Seitenwechsel. In der 37. Minute glich Haßloch durch Tim Seelos zum 19:19 aus, wenig später traf Dennis Götz zum 20:20. Zu mehr reichte es für die Gastgeber allerdings nicht. Das lag daran, dass kurz darauf der SVK dank Toren von Christian Wahl (der abermals eine starke Partie ablieferte), Fabian Kugel und Marvin Flügel voll dagegenhielt. In der 49. Minute betrug der Vorsprung beim 26:22 wieder beruhigendere vier Treffer.

Dann begann die Schlussphase. In den abschließenden beiden Minuten kam Haßloch zwar noch auf zwei Tore heran, Christopher Tinti (31:28, 58.) und Christian Wahl zum 32:29-Endstand (60.) beantworteten die Bemühungen der Hausherren jeweils humorlos.

„Es stand bis zum Ende Spitz auf Knopf“, so Schurr, „ein Ballverlust mehr von uns und es hätte jederzeit kippen können.“ In der Tat war Haßloch stets gefährlich, doch der SVK stand auch in der Abwehr stabil. Und das, ohne sich auch nur eine einzige Zwei-Minuten-Strafe einzuhandeln (vier auf Seiten der Gastgeber).

Nun steht Kornwestheim als Aufsteiger weiterhin an der Tabellenspitze der 3. Liga – und hat diese Führung dank eines überraschenden Remis des Zweiten Rhein-Neckar Löwen 2 (26:26 gegen Aufsteiger TuS Dansenberg) sogar auf drei Punkte ausgebaut, bei einem Spiel weniger. Die „verrückten Ergebnisse“, die Schurr vor dem Spieltag angesprochen hatte, setzen sich also fort. „Die anderen lassen Punkte liegen, wir nicht“, bringt es der Übungsleiter auf den Punkt. Allerdings dürfe seine Mannschaft nicht nachlassen.

Auch nicht im kommenden Heimspiel am Freitag, 10. November, um 20.30 Uhr gegen den TSV Neuhausen/Filder. „Alle warten auf ihre Chance, aber sie müssen erst einmal besser sein als wir“, sagt Schurr, bei dessen Team die Chancen auf einen Einsatz von Dominic Schaffert wachsen. Der fast ein Jahr verletzte Kornwestheimer Akteur saß in Haßloch zwar auf der Bank, kam jedoch noch nicht zum Einsatz. SV Kornwestheim
Beutel (1.-60.), Schneider (3 Siebenmeter) – Kolotuschkin (1), Wahl (4/1), Kugel (4), Tinti (4), Schoeneck (1), Steffens, Flügel (4), P. Jungwirth (10), Scholz (2), Emrich (2), Awad, Schaffert