Handball Aufstieg als Ziel für den neuen Trainer

Michael Bosch, vom 13.09.2018 09:00 Uhr
Der SVK 2: (hinten von links) Fabian Jüngling, Dennis Bullinger, Tim Wünsch, Benedikt Salathe, Stavros Miliadis, Marco Bahmann, Lukas Nethe, Timo Jüngling. Vorne von links: Trainer Frank Schmid, Moritz Salathe, Martin Vochazer, Jan Niklas Jäger, Justin Thielen, Paul Lang, Pavle Augustinovic, Robin Rothermund. Es fehlen: Leonard Jäger, Florian Freund, Niko Brunner, Dominik Künzel, Nikolai Milunic, Sebastian Balkenhol, Betreuer Peter Salathe und  Torwarttrainer Frank Brodbeck. Foto: z
Der SVK 2: (hinten von links) Fabian Jüngling, Dennis Bullinger, Tim Wünsch, Benedikt Salathe, Stavros Miliadis, Marco Bahmann, Lukas Nethe, Timo Jüngling. Vorne von links: Trainer Frank Schmid, Moritz Salathe, Martin Vochazer, Jan Niklas Jäger, Justin Thielen, Paul Lang, Pavle Augustinovic, Robin Rothermund. Es fehlen: Leonard Jäger, Florian Freund, Niko Brunner, Dominik Künzel, Nikolai Milunic, Sebastian Balkenhol, Betreuer Peter Salathe und Torwarttrainer Frank Brodbeck. Foto: z

Kornwestheim - „Ich wäre gerne noch aufgestiegen“, sagt Stephan Christ. Aber daran ist die zweite Mannschaft des SV Kornwestheim in der vergangenen Saison knapp gescheitert. Am Ende entschied der direkte Vergleich zugunsten der HSG Sulzbach-Murrhardt, der SVK musste sich in der Bezirksliga mit Platz 2 und der Aufstiegsrelegation begnügen – und da zog er gegen HA Neckarelz den Kürzeren. Nichts war es mit dem Aufstieg in die Landesliga.

Stephan Christ sagt „noch aufgestiegen“, weil er dazu keine Gelegenheit mehr bekommen wird. Zumindest nicht mit den Kornwestheimern. Er hat sein Amt als Trainer aus privaten Gründen niedergelegt. Das Ruder hat Frank Schmid übernommen, der bereits drei Monate im Drittliga-Team hospitiert hat und nebenher seine B-Lizenz erworben hat. Der Schwaikheimer pendelt nun drei bis viermal in der Woche nach Kornwestheim und leitet das Training. Der Eindruck vom Team sei „sehr gut“. Auch wenn der Mannschaft ein paar ihrer guten Individualisten abhanden gekommen sind. Maximilian Remmler wechselt nach Ditzingen, Jan Fuhrmann geht nach Oberstenfeld, Sebastian Daub hört aus privaten Gründen mit dem Handballspielen auf. Zudem stehen Torhüter Benedikt Salathe und Nikolai Milunic vorerst nicht zur Verfügung, weil sie bis Ende Januar im Ausland sind. „Wir müssen jetzt eben noch mehr übers Team kommen“, sagt Frank Schmid. Zur Mannschaft stoßen einige Spieler aus der A-Jugend, die vergangenes Jahr Baden-Württemberg-Pokalsieger wurde. Tim Wünsch, Leonard Jäger, Moritz Salathe, Justin Thielen, Jan Niklas Jäger. Vier weitere Talente stehen auf Abruf bereit und dürfen schonmal ein bisschen Luft bei den Aktiven schnuppern. Externe Neuzugänge gibt es keine. „Wir müssen schon schauen, wie wir die Zeit verteilen“, sagt Schmid mit Blick auf den großen Kader. „An Leuten fehlt es definitiv nicht.“

Die reiche aus, um wieder oben anzugreifen, so der neue SVK-Coach. Er kennt noch nicht alle Gegner, aber einige aus seiner Zeit in Korb und Alfdorf. Da sei er in der Vorbereitung jedes Jahr viel im Bottwartal unterwegs gewesen, berichtet Schmid. Zu den größten Konkurrenten zählt Schmid den Vorjahresdritten HB Ludwigsburg, den TSV Asperg und die HSG Marbach-Rielingshausen, die die folgenden Plätze in der vergangenen Saison belegten.

Dass seine Mannschaft gut vorbereitet sei, sehe man auch daran, dass sie höherklassige Gegner in Trainingsspielen bezwungen habe. Unter anderem gab es Siege gegen den TSV Schmiden 2 (Landesliga) und den SKV Oberstenfeld (Württembergliga). Im Training hat Schmid den Fokus – neben den üblichen Athletik- und Ausdauereinheiten in der Vorbereitung – vor allem auf das Tempospiel gelegt. Das schnelle Umschalten sei seine Spielphilosophie. „Wenn man 18 bis 20 Tore nach Gegenstößen erzielt – ohne das Positionspiel – kann man auch gegen höherklassige Gegner mithalten“, so der SVK-Coach. Die Testspielerfolge geben ihm Recht.

Grundlage für schnelles Umschaltspiel ist immer auch eine stabile Deckung. Die 3-2-1-Verteidigung will Schmid im großen beibehalten, Kleinigkeiten sollen in den kommenden Wochen im Training justiert werden. „Die Deckung spielen so nur sehr wenige Mannschaften, die meisten Gegner sind das nicht gewohnt.“ Und: Stephan Christ habe da ganze Arbeit geleistet. „Das hat er mir wirklich sehr gut hinterlassen.“ Sollte es dieses Jahr mit dem Aufstieg klappen, wäre es also auch ein kleines Stück Stephan Christ zu verdanken. Obwohl der gar nicht mehr da ist.

Am heutigen Donnerstag spielt der SVK 2 um 20.15 Uhr im Pokal beim TV Tamm. Die Bezirksliga beginnt für das Schmid-Team am Samstag, 15. September, um 20 Uhr mit dem Spiel bei der HG Steinheim-Kleinbottwar.