Handball Der Tabellenletzte hat die beste Liga-Abwehr

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Nach der Statistik: Der TV-Angriff trifft nicht sehr häufig. Foto: Pressefoto Baumann

Kornwestheim - TV Hochdorf heißt der nächste Gegner des SV Kornwestheim. Die Pfalzbiber, wie sich das Team aus dem rheinland-pfälzischen Hochdorf-Assenheim nennt, bilden das Schlusslicht der 3. Liga Süd. Schurr warnt trotzdem davor, die Gäste zu unterschätzen. „Hochdorf ist ein unangenehmer Gegner“, betont er. Trotzdem gibt er zu: „Wenn der Erste gegen den Letzten spielt, dann kommen wir um die Favoritenrolle nicht herum.“

Der Gegner aus der Pfalz startete schlecht in die Saison, der SVK konnte schon das Hinspiel im September mit 20:29 deutlich für sich entscheiden. „Das war aber lange ein Spiel auf Augenhöhe“, erinnert sich Schurr. Das Hinspiel als Garant für einen weiteren Sieg zu nehmen, das fällt ihm schwer. „Seitdem sind viele Monate vergangen, beide Mannschaften haben sich weiterentwickelt.“

Vor allem das Verletzungspech setzte den Hochdorfern in der Hinrunde schwer zu. Wegen Hand- und Knieverletzungen sowie dem Pfeifferschen Drüsenfieber mussten sie mehrere Spiele lang auf wichtige Akteure verzichten. Außerdem verließ Trainer Stefan Bullacher den Verein im Dezember, sein Co-Trainer, der 24-jährige Steffen Christmann, hat das Steuer übernommen.

Trotz dieser Schwierigkeiten stellt der TV die beste Abwehrreihe der Liga. Kaum zu glauben: Mit 518 Toren kassierte ausgerechnet der Tabellenletzte die wenigsten Gegentreffer. Das Problem der Mannschaft wird durch einen Blick in die Tabelle jedoch schnell klar. 473 Treffer erzielte das Team in den vergangenen 20 Spielen, also mit Abstand am wenigsten Tore der Liga. Zurzeit läuft es wieder besser für die Pfalzbiber. In ihren letzten sechs Spielen siegten sie dreimal, einmal spielten sie unentschieden. Besonders der Sieg über die Rhein-Neckar Löwen 2, gegen die der SVK das Heimspiel mit 24:29 deutlich verlor, macht Eindruck.

Gerade deswegen hat der SV Kornwestheim sich diese Woche besonders intensiv auf den Gegner vorbereitet. „Wir haben großen Respekt“, betont Schurr. Einen Fehler, der einem sogar den Sieg kosten könnte, möchte der SVK-Coach vermeiden: den TV Hochdorf zu unterschätzen. Die Hochdorfer sind fast überall stark besetzt, findet Schurr. Besonders Rückraumspieler Torben Waldgenbach und Spielmacher Tim Götz seien gefährliche Akteure. Aber auch die ehemaligen Bundesligaspieler Steffen Bühler (Kreisläufer) und Niklas Schwenzer (Linksaußen) müssen die Kornwestheimer im Auge behalten.

Mit einem Sieg kann sich der SVK weiter absetzen. Eine Niederlage würde das Schurr-Team zwar nicht vom Thron stoßen, doch näher an die Plätze 2 bis 6 bringen, auf denen die Mannschaften nur durch wenige Punkte getrennt sind. Für die Pfalzbiber ist ein Sieg jedoch mindestens genauso wichtig, immerhin befinden sie sich mitten im Abstiegskampf. „Der TVH weiß: Wenn sie gegen uns punkten sind sie wieder voll dabei“, Schurr erwartet einen hochmotivierten Gegner, der alles für einen Sieg tun wird. „Da können wir nur schauen, dass wir mindestens genau so motiviert auflaufen werden“, verspricht Alexander Schurr.

Eine weitere gute Nachricht: Stand Donnerstagabend sind alle Kornwestheimer Spieler am Wochenende an Bord.

 
 

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