Handball Dramatisches Finish: SVK punktet in Horkheim

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SVK-Torhüter Pascal Welz ist einer der herausragenden Akteure beim Unentschieden in Horkheim. Foto: Ralf Porkert

Kornwestheim - Drama pur! Es lief die letzte Minute in der Horkheimer Stauwehr-Halle. Pierre Freudl, Rückraum-Ass der Gastgeber, hatte soeben nach mehreren Stürmerfoul-verdächtigen Situationen seinen TSB mit 26:25 in Führung gebracht. Der SVK seinerseits verlor im Anschluss im Angriff den Ball, die Gastgeber nahmen eine Auszeit. Bei dieser Gelegenheit, 16 Sekunden vor Schluss, fällte Kornwestheims Trainer Alexander Schurr eine Alles-oder-nichts-Entscheidung. Sein Team sollte den Horkheimern den Wurf und damit die Chance zum entscheidenden Treffer gewähren. So kam es – doch Daniel Grosser scheiterte wie erhofft am überragend aufgelegten Ex-TSBler Pascal Welz im SVK-Tor. Ballbesitz Kornwestheim, Auszeit, Spielstand weiter 25:26 gegen die Gäste, die aber die letzte Gelegenheit hatten.

Und diese auch nutzten. SVK-Kapitän Christopher Tinti wurde gefoult, den Siebenmeter verwandelte Peter Jungwirth nach der Schlusssirene zum 26:26. „Unentschieden in Horkheim, darauf kann man stolz sein“, resümiert Alexander Schurr, dessen Stimme während der mitreißenden Begegnung deutlich gelitten hatte.

Seine Mannschaft machte ein bärenstarkes Spiel, lag in der ersten Hälfte stellenweise mit vier Toren in Führung. Das lag nicht nur an Pascal Welz zwischen den Pfosten, sondern auch am gesamten Defensivgebaren der Kornwestheimer. Horkheim, immerhin Tabellen-Zweiter, tat sich vor allem im Positionsangriff sichtlich schwer. Und hätte der SVK nicht ein paar freie Würfe liegen lassen, hätte die Kornwestheimer Führung sogar noch klarer ausfallen können. „Aber eine Top-Mannschaft wie Horkheim kommt natürlich zurück“, so Schurr. In die Pause verabschiedeten sich die Kontrahenten mit einem Gleichstand: 11:11.

Die zweite Hälfte war anschließend genauso umkämpft, wie es die erste gewesen war. Nur lag diesmal der TSB stets ein oder zwei Tore vorn und der SVK musste nachziehen. „Das haben wir super gemacht und haben uns von der Stimmung in der Halle nicht beeindrucken lassen“, lobt Schurr die Souveränität seiner Schützlinge an diesem Tag. So stand es bis kurz vor Schluss Spitz auf Knopf, das Ende ist bekannt.

„Wir haben diesmal die Fehler vermieden, die wir bei der Niederlage gegen Haßloch noch gemacht haben“, bilanziert Schurr, dessen Mannschaft den erneuten Ausfall von Marvin Flügel im Rückraum gut zu kompensieren schien.

Und Pascal Welz? Der lieferte gegen seine alten Mannschaftskameraden eine Glanzleistung ab. „Ich glaube, das kommt ganz von alleine in einem solchen Spiel“, sagt Schurr, „aber Passi ist sowieso immer motiviert – ein vorbildlicher Sportler.“ Und überhaupt: „Ein Torhüter kann nur gut halten, wenn die Verteidigung vor ihm gut spielt.“ Das war bei den Kornwestheimern in der Tat der Fall. SV Kornwestheim
Beutel, Welz – Scholz (1), Wahl (2), Reusch (1), P. Jungwirth (9/5), Kugel (3), Tinti (2), Schoeneck (6), Steffens (2), Zeppmeisel, Pichler, Hiller, Emrich.

 
 

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