Handball Kein weiteres Schützenfest

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Treffen auf einen Gegner mit aggressiver Deckung: Christian Wahl (am Ball) und sein SVK. Foto: Archiv/Horst Dömötör

Kornwestheim - Dass der Drittliga-Tabellenführer SV Kornwestheim mit dem TSV Neuhausen/Filder noch eine Rechnung offen hat, ist laut Coach Alexander Schurr „sicher nicht gänzlich falsch“. Aber die Formulierung klinge ihm dann doch zu martialisch. „Es ist ja kein Mafiafilm.“ Fakt ist aber, dass der Tabellen-Zehnte dem Klassenprimus im November vergangenen Jahres eine empfindliche 31:32-Heimniederlage zugefügt hat. „Das hat wirklich wehgetan“, blickt Schurr zurück, „auch wenn es eines unserer schwächeren Spiele war.“

Entsprechend groß ist auf Kornwestheimer Seite vor dem Spiel am Samstag um 19.30 Uhr der Respekt vor dem Gegner, der in der vergangenen Spielzeit gemeinsam mit dem SVK aus der Oberliga Baden-Württemberg in die 3. Liga aufgestiegen ist. „Neuhausen spielt eine extrem aggressive 3-2-1-Abwehr und ist auf jede Partie sehr gut vorbereitet“, weiß Schurr. Zudem verfügt der TSV über einige treffsichere Akteure: Hannes Grundler teilt sich mit dem Pforzheimer Marco Kikillus Rang 2 der Torschützenliste (beide 182 Treffer), auch Rückraumspieler Timo Durst hat schon 102-mal eingenetzt.

Allerdings scheint es bei den Neuhausenern derzeit eine kleine Schwächephase zu geben. In den vergangenen fünf Begegnungen gelang der Mannschaft von Trainer Ralf Bader nur gegen den VfL Pfullingen (34:28) ein Sieg. „Aber zuhause ist der TSV immer ein sehr unangenehmer Gegner. Wenn man nur schaut, wer dort schon gescheitert ist“, betont Alexander Schurr. So unterlagen zum Beispiel sowohl der Tabellen-Vierte HBW Balingen-Weilstetten 2 als auch der Dritte TSB Heilbronn-Horkheim bei ihren Auftritten auf den Fildern.

An ein Schützenfest wie zuletzt beim 43:31-Heimsieg des SVK gegen die TSG Haßloch glaubt Schurr erst recht nicht. „Als jemand, der aus der Abwehr heraus denkt, hätte mir sowieso ein 35:23 besser gefallen“, sagt er. Schwierig mache die Sache außerdem, dass Neuhausen frei aufspielen könne und das Spiel gegen den Tabellen-Ersten wahrscheinlich noch einmal als Leckerbissen sehe.

In Sachen Personal rechnet der Coach mit einer Rückkehr von Jakob Jungwirth (Nasenbeinbruch). Und melden sich alle Kranken – am Montag musste wegen Spielermangel sogar das Training ausfallen – wieder fit, sind alle Akteure mit an Bord.

 
 

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