Handball Mit Auswärtssieg in den Saisonendspurt

Marius Venturini, vom 16.04.2018 09:00 Uhr
Jakob Jungwirth (im Wurf) und der SVK ziehen durch – kritisch beäugt von Neuhausens Trainer Ralf Bader (hinten). Foto: Ralf Porkert
Jakob Jungwirth (im Wurf) und der SVK ziehen durch – kritisch beäugt von Neuhausens Trainer Ralf Bader (hinten). Foto: Ralf Porkert

Kornwestheim - Mit einer über weite Strecken starken Leistung haben die Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim einen 32:27 (16:14)-Sieg beim TSV Neuhausen/Filder geholt. Damit hat der SVK im Duell der beiden Aufsteiger aus der Baden-Württemberg-Oberliga seine Tabellenführung verteidigt. „Wir haben aber etwas zu langsam Handball gespielt“, kritisiert der Kornwestheimer Trainer Alexander Schurr, „vielleicht hatten die Spieler doch noch im Kopf, dass sie in der vergangenen Saison Schwierigkeiten mit dem TSV hatten.“ Allerdings hatte er ansonsten nach dem Erfolg vor beeindruckender, emotionaler Kulisse nur wenig zu bemängeln – war damit doch auch die Scharte der 31:32-Niederlage aus dem Hinspiel ausgemerzt.

Der SVK zog rasch auf vier Tore davon (8:4, 14.). Dann nahm Schurrs Trainerkollege auf der anderen Seite, Ralf Bader, die erste Auszeit. „Ich habe den Jungs gesagt, dass es keinen Grund gibt, jetzt hektisch zu werden“, so Schurr, „und was passiert? Zwei Minuten später steht es 8:8.“ Bis zur Halbzeitpause bewegten sich beide Teams im Gleichschritt, wobei der SVK nach 30 Minuten beim 16:14 eine Zwei-Tore-Führung verbuchen konnte.

„Was mir dann sehr gut gefallen hat, war die Leistung unseres sogenannten zweiten Blocks“, lobt Schurr. Denn die Spieler, die von der Bank kamen, standen der Start-Sieben in nichts nach. Besonders den Youngster Tim Scholz hob der Coach hervor – er sei „momentan unglaublich gut in Form“. Doch auch die weiteren Akteure aus der zweiten Reihe glänzten: Axel Steffens und im aktuellen Fall Jakob Jungwirth zum Beispiel. Und Hendrik „Hennes“ Schoeneck räumte im Mittelblock gemeinsam mit dem etatmäßigen Kreisläufer Julius Emrich auf.

So gelang es den Kornwestheimern, bis zur 38. Minute auf 21:16 davon zu ziehen. Von diesem Zeitpunkt an kam Neuhausen nicht mehr in Schlagdistanz. Was auch an einem laut Schurr „nicht überragenden, aber sehr guten“ Peter Jungwirth lag. Der Rechtsaußen des SVK erzielte drei seiner vier Treffer aus dem Feld sowie drei von sechs Siebenmeter-Toren (Quote: 100 Prozent) in der zweiten Hälfte. Ein weiterer Faktor auf Kornwestheimer Seite war ein überragend aufgelegter Felix Beutel im Tor. „Er hat bestimmt 20 Paraden gezeigt und damit das Hinspiel konterkariert“, so Schurr. Damals hatte der SVK-Stammkeeper keinen guten Tag erwischt.

Rund zehn Minuten vor der Schlusssirene übernahm bei den Gästen wieder die erste Garnitur. Beim Stand von 28:22 (52.) brauchten Kapitän Christopher Tinti und Co. aber lediglich noch Verwaltungsarbeit zu leisten. „Wir hätten vielleicht sogar noch höher gewinnen können, aber ein paar Kabinettstückchen sind daneben gegangen“, so Schurr, dessen Mannschaft mit dem 32:27 im fünften Spiel in Folge ungeschlagen blieb (vier Siege, ein Unentschieden).

Der Trainer fasst zusammen: „Wir hatten einen klaren Plan, und der hat super funktioniert.“ Den wird sein Team auch in den verbleibenden drei Saisonspielen brauchen, um im Endspurt den ersten Platz sichern zu können. Als Nächstes gastiert am Samstag, 21. April, um 20 Uhr der Tabellen-Fünfte TuS Fürstenfeldbruck in der Kornwestheimer Osthalle. SV Kornwestheim
Beutel, Schneider – Kolotuschkin (2), Wahl (2), Schaffert (3), Kugel (1), Tinti (2), Schoenedk (1), Steffens, P. Jungwirth (10/6), J. Jungwirth (3), Scholz (2), Emrich (3), Flügel (3)