Handball „Noch habe ich den Spaß nicht verloren“

Marius Venturini, vom 07.07.2018 18:00 Uhr
Miriam Bahmann und Andreas Postl im Zentrum des Kornwestheimer Handballsports: der Osthalle. Foto: Marius Venturini
Miriam Bahmann und Andreas Postl im Zentrum des Kornwestheimer Handballsports: der Osthalle. Foto: Marius Venturini

Kornwestheim - Zeit für ein ausführliches Gespräch. Wie läuft die Einarbeitung? Wo liegen die Problemfelder? Was ist von der Zukunft zu erwarten? Und: Macht’s überhaupt noch Spaß?

Herr Postl, haben Sie sich schon ein bisschen einarbeiten können?
Andreas Postl: Die ersten 60 Tage sind nun schon vorbei. Ich bin aber weiterhin in der Einarbeitungsphase. Es ist schon relativ viel zu tun. Aber zum Glück habe ich mit Miriam Bahmann eine große Stütze im Hintergrund, die mir mit Rat und ganz viel Tat zu Seite steht und die Aufgaben erledigt. Ohne sie wäre die Handballabteilung aufgeschmissen. Aber noch habe ich den Spaß nicht verloren.
Das heißt, Sie, Frau Bahmann, hatten einen ordentlichen Anteil daran, dass sich Herr Postl einarbeiten konnte?
Miriam Bahmann: Wir machen das sukzessive. So, wie’s anfällt, führe ich ihn ein. Es dauert eben, bis er alle Informationen hat. Das ist wichtig, denke ich. Was er übernehmen kann, übernimmt er. Den Rest versuchen wir, zu verteilen. Wir haben ja einige Mitarbeiter in der Abteilung, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Wir müssen auch immer mehr dahin kommen, dass die vielseitigen Aufgaben der Abteilung auf mehrere Schultern verteilt werden.
Auf dem Papier sieht es oft so aus, dass es in der Sommerpause eher weniger zu tun gibt. Stimmt aber gar nicht.
Postl: Ganz im Gegenteil. Eigentlich befinden wir uns jetzt in der Hauptphase. Spielpläne, Jugend-Qualifikationen, neue Verträge mit Sponsoren und Spielern müssen abgeschlossen oder verlängert werden, die ganze Koordination aller Spiele von der Ersten bis zur F-Jugend steht auf dem Programm.
Bahmann: Dem kann ich nur beipflichten. Aber zum Glück haben wir ein Team und die Aufgaben sind gut verteilt. Es muss ja nicht alles die Abteilungsführung machen, aber verantwortlich sind wir halt.
Klingt alles nach einer Menge Arbeit. Und viele Menschen scheuen sich gerade aus diesem Grund davor, in einem Verein einen Posten zu übernehmen. Herr Postl, warum tun Sie sich das an?
Postl: Das ist eine gute Frage. Ich bin zwar in der Handballabteilung verwurzelt. Handball spiele ich schon seit 1970. Und in der Abteilung habe ich wohl schon fast alles gemacht. Aber ich war mehr der Helfer im Hintergrund. Und das in den vergangenen Jahren eher weniger als mehr. Und als mich Miriam Bahmann angerufen hat, hat es mich auch ehrlich gesagt ein wenig überrascht. Ich habe dann sehr lange überlegt, und als kein adäquater Nachfolger für Daniela Assmann gefunden wurde – den gibt es sowieso nicht – habe ich mich entschieden, der Handballabteilung helfen zu wollen, den eingeschlagenen Weg mit zu gestalten.
Was sprach denn für Herrn Postl, Frau Bahmann?
Bahmann: Ich kenne ihn schon länger. Ich habe mit ihm auch schon in der Elternarbeit zusammengearbeitet, er war ja Vorsitzender des Gesamtelternbeirats der Schulen. Ich war Vorsitzende im Elternbeirat der Uhlandschule, und so sind wir erstmals zusammengekommen. Und danach noch viele Jahre am Gymnasium. Außerdem hatte man in der Handballabteilung immer wieder miteinander zu tun. Ich habe ihn als Mensch und auch fachlich so eingeschätzt, dass er der richtige Mann ist für die Sache. Er ist sehr geradeaus, sehr gut strukturiert, bringt es auf den Punkt. Er kann vorne hinstehen und reden und kennt die Abteilung seit ewigen Zeiten.