Handball „Passt perfekt in die Vorbereitung“

Marius Venturini, vom 29.12.2017 07:00 Uhr
Der SVK spielt bald gegen die Ukraine. Foto: Pixabay
Der SVK spielt bald gegen die Ukraine. Foto: Pixabay

Kornwestheim - Der Drittliga-Tabellenführer SVK spielt am Sonntag, 7. Januar, um 18 Uhr gegen die Nationalmannschaft der Ukraine. Daniela Assmann hat Details parat.

Frau Assmann, die Ukraine ist nicht für die EM in Kroatien qualifiziert, die in zwei Wochen beginnt. Was treibt das Team nach Süddeutschland?
Warum ausgerechnet Süddeutschland kann ich Ihnen nicht sagen. Da müssten Sie bei den Verantwortlichen nachfragen.
Anders gefragt: Wie kommt der SVK zu einem Spiel gegen die Ukraine?
Der Generalsekretär der Ukraine, Oleksandr Gladun, hatte beim Deutschen Handballbund angefragt. Dort hat er von Mark Schober, dem Generalsekretär des DHB und früherer Geschäftsführer des TV Kornwestheim Handball, meine Kontaktdaten bekommen. Beim Spiel in Fürstenfeldbruck hat Herr Gladun unseren Trainer Alexander Schurr angesprochen. Da es terminlich perfekt in die Vorbereitung auf die Rückrunde, die am 13. Januar zu Hause in der Sporthalle Ost gegen die TGS Pforzheim beginnt, passt, haben wir uns ein solches Highlight nicht entgehen lassen.
Mit einem Sieg ist wohl eher nicht zu rechnen. Oder?
Natürlich haben wir die Außenseiterrolle. Die Ukraine hat nur denkbar knapp mit 5:7 Punkten hinter Island und Tschechien, die beide 6:6 Zähler hatten und Mazedonien, die am Ende auf 7:5 Punkte kamen, die Qualifikation zur Europameisterschaft verpasst. Wir wollen aber natürlich so lange wie möglich mithalten. Aber ich gebe für unser Team keine Prognosen mehr ab, da habe ich mich in dieser Saison schon öfter getäuscht (lächelt). Unglaublich, wir sind immer noch Tabellenführer.
Zur EM: Schaut man beim SVK gemeinsam die Spiele der Deutschen?
Das ist bei uns Handballern Tradition. Die Spiele der Deutschen sind diesmal wieder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen. Und alle anderen Spiele, die sicherlich für viel Spannung sorgen, da es bei der EM keine Handball-Exoten gibt, werden per Livestream übertragen. Das Spiel am 13. Januar gegen Montenegro werden wir in der Osthalle vor dem Spiel der ersten Mannschaft im Foyer zeigen. Zu den anderen Spielen werden wir versuchen, dass möglichst viele Teams zusammen kommen können. Da viele selbst Training oder Spiele haben, ist das leider nicht für alle möglich. Sollten wir es ins Finale schaffen, werden wir uns, wie bei der letzten EM, wieder etwas einfallen lassen.
Wie schätzen Sie die deutschen Chancen ein? Immerhin ist das Team Titelverteidiger.
Die Bad Boys verfügen, wie bei der letzten EM, über ein Top-Team. Allerdings kommen wir diesmal nicht als Underdog, sondern als Titelverteidiger. In der Vorrunde ist das Spiel gegen Slowenien, den WM-Dritten, eine erste Standortbestimmung. Mazedonien und Montenegro sind weitere Prüfsteine in der Vorrunde und alle drei Teams können in Zagreb mit einem Vorteil durch eine sicherlich große Unterstützung ihrer Fans rechnen. Das wird nicht einfach, aber lösbar. Wenn das Team gut startet, traue ich ihm auch das Finale zu.