Handball Robuster Gegner mit flexibler Abwehrarbeit

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Kennt sich mit prall gefüllten Hallen aus: SVK-Rechtsaußen Peter Jungwirth (im Wurf). Foto: Archiv/Ralf Porkert

Kornwestheim - Die Reise führt nach Bayern für den amtierenden Drittliga-Meister SV Kornwestheim. Am Samstagabend um 19.30 Uhr beginnt die Partie des Tabellen-Neunten beim TuS Fürstenfeldbruck. „Eine so lange Anfahrt kann sich in den ersten Minuten schon bemerkbar machen“, sagt SVK-Coach Alexander Schurr vor der Reise in die knapp 250 Kilometer entfernte Stadt unweit von München.

Eigentlich braucht es aber eine Top-Leistung, um beim Tabellen-Fünften erfolgreich zu bestehen. Fürstenfeldbruck besticht durch körperliche und äußerst robuste Gangart. „Die suchen die Zweikämpfe, wollen sie richtig haben“, weiß Schurr. Unschlagbar sei der Gegner zwar beileibe nicht. Doch auch der Kornwestheimer Übungsleiter weiß, dass es in der vergangenen Saison beim Auftritt in der Wittelsbacher Halle eine 25:32-Niederlage setzte. „Da ist immer richtig Stimmung, die Halle ist immer prall gefüllt“, so Schurr. Das Rückspiel zuhause entschied wiederum der SVK knapp mit 24:23 für sich – vor ebenfalls ansehnlicher Kulisse.

Doch der Trainer und seine Schützlinge wollen sich nicht kirre machen lassen. Auch auf die flexible, offensive Deckung des TuS hat Schurr sein Team eingestellt. „Fürstenfeldbruck spielt ein 3-2-1-System, sogar mit der Tendenz zum 3-3. Und dann switchen sie ruckzuck in ein 6-0“, beschreibt er die variable Spielweise in der gegnerischen Defensive. Da müsse seine Mannschaft die Lücken finden. „Wir dürfen uns in unserem Spielfluss nicht stören lassen“, gibt Schurr die Devise vor.

Nicht in Spielfluss sollte seine Mannschaft wiederum den Fürstenfeldbrucker Top-Torschützen Frederik Hartz kommen lassen. Der Linksaußen, der vor der Saison aus Lillestrøm kam, hat bislang 60-mal getroffen. Zentraler Akteur im Team von Trainer Martin Wild ist außerdem Johannes Stumpf auf der Position Rückraum Mitte. Er lenkt das Spiel des TuS und hat überdies selbst schon 36 Tore erzielt – acht davon beim jüngsten 35:28-Auswärtssieg bei der TGS Pforzheim. Der SVK hingegen durfte am vergangenen Wochenende kein Erfolgserlebnis feiern. Vielmehr gab es eine unnötige 32:33-Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen 2.

Gut möglich also, dass die Kornwestheimer bei Spielbeginn in Fürstenfeldbruck nicht nur die lange Anreise verkraften müssen, sondern dass auch diese Pleite noch in den Köpfen steckt. Immerhin ist der SVK Stand jetzt komplett.

 
 

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