Handball Schurr: „Ein Füllhorn von Top-Talenten“

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Peter Jungwirth (am Ball) und der SVK müssen bei den Rhein-Neckar-Löwen 2 ran. Foto: Archiv/Ralf Porkert

Kornwestheim - Es ist eine Eigenschaft, die sicher nicht vielen Trainern zu eigen ist. Alexander Schurr jedoch besitzt sie. Es ist die Fähigkeit, einfach mal für einen Gegner schwärmen zu können – und sei es der kommende. So ist der Coach des SVK (8.) fast schon begeistert von der Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen 2 (6.), auf die sein Drittliga-Team am Samstag um 20 Uhr in der Östringer Stadthalle trifft.

„Eine brutal starke Truppe“, sagt Schurr, der wie immer bestens über den Kontrahenten Bescheid weiß. „Die Mannschaft hat ein unglaubliches Potenzial, auch wenn einige Spieler noch verletzt sind.“ Stimmt: Im Rückraum haben Rico Keller und Pascal Kirchenbauer noch kein Spiel gemacht. Dafür rückten einige Nachwuchskräfte aus dem A-Jugend-Bundesligateam in den Fokus. Zum Beispiel Philipp Ahouansou, der beim 33:29-Erfolg vor Wochenfrist in Pfullingen mal eben neun Treffer erzielte – in rund 30 Minuten Einsatzzeit. „Diese Spieler können in der 3. Liga gleich mithalten und brauchen kaum Eingewöhnungszeit“, so Schurr. Die Reserve des Deutschen Vizemeisters könne auf ein ganzes Füllhorn von Top-Talenten zurückgreifen.

Aber auch Erfahrung gibt es bei der Löwen-Zweitvertretung: zum Beispiel in Person von Torhüter Daniel Unser, Neuzugang von der HG Oftersheim-Schwetzingen. Er fungiert halb als Aktiver, halb als Torwarttrainer für den Nachwuchs. „Er ist schnell und hat ein gutes Stellungsspiel“, lobt Schurr.

Und sein SV Kornwestheim? Der will sich auf keinen Fall wie das Kaninchen vor der Schlange verhalten. Warum auch, als amtierender Drittliga-Meister. „Wir haben uns intensiv vorbereitet und erwarten ein Spiel auf Augenhöhe“, kündigt der Übungsleiter an. Allerdinges fehlen in seinem Team nach wie vor Torhüter Felix Beutel – Kahnbeinbruch, nächste Woche kommt der Gips ab – und Marvin Flügel. Der linke Rückraumspieler hat nach seiner Nieren-OP wieder mit dem Training begonnen. Wann er wieder voll und uneingeschränkt einsteigen kann, ist jedoch noch offen. Nur ist durch seine Abwesenheit ein Vakuum im linken Rückraum entstanden, das nun Spieler wie Jan Reusch, Christian Wahl und Hendrik Schoeneck auffüllen müssen. Das klappte jüngst beim 36:33-Heimsieg im Derby gegen den HC Oppenweiler/Backnang ziemlich gut.

Weitere gute Nachrichten: Rechtsaußen Peter Jungwirth läuft wieder rund und Tim Scholz ist endlich auch unter der Woche wieder im Training dabei. Er war zuletzt studienbedingt nur an den jeweiligen Spieltagen dabei.

 
 

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