HandballSchurr erwartet einen abwehrstarken Gegner

Marius Venturini, vom 10.11.2017 07:00 Uhr
Der SVK trifft am heutigen Freitagabend auf den TSV Neuhausen/Filder. Foto: Pixabay
Der SVK trifft am heutigen Freitagabend auf den TSV Neuhausen/Filder.Foto: Pixabay

Kornwestheim - Alexander Schurrs Aufzählung nimmt kaum ein Ende. „Sebastian Arnold im Tor, Hannes Grunder, Timo Durst, Leon Pabst, Dominik Eisele, Timo Flechsenhar, die haben alle Drittligaerfahrung“, sagt der SVK-Trainer über die Leistungsträger des kommenden Gegners. Am heutigen Freitagabend empfängt der Tabellenführer SV Kornwestheim um 20.30 Uhr den Neunten TSV Neuhausen/Filder. Es ist nicht nur ein Derby, sondern auch ein Duell zweier Aufsteiger.

Neuhausen, trainiert vom ehemaligen Bundesligaspieler Ralf Bader, schaffte in der vergangenen Saison der Baden-Württemberg-Oberliga hinter dem SVK als Zweiter den Sprung nach oben. „Wobei ich den TSV nicht als klassischen Aufsteiger sehe“, relativiert Schurr, „denn die Mannschaft spielt nicht zum ersten Mal in der 3. Liga.“ Neuhausen sei breit aufgestellt und definiere sich vor allem über die Abwehrarbeit. Das ist auch beim SVK bekannt. So warnt etwa Torhüter Felix Beutel auf der Facebookseite der Handball-Abteilung: „Neuhausen spielt, ähnlich wie zuletzt Haßloch, eine unangenehme 3-2-1-Abwehr, die ihnen immer wieder schnelle Ballgewinne und einfache Tore ermöglicht.“ Gutes Rückzugsverhalten und eine geringe Fehlerquote im Angriff seien vielleicht der Schlüssel zum Erfolg.

Überhaupt sei es für seine Mannschaft wichtig, nicht nachzulassen, bekräftigt Coach Schurr. Daher ärgert es ihn auch, dass in der vergangenen Trainingswoche ein wenig der Schlendrian Einzug gehalten hat. „Es waren keine dramatischen Szenen, aber bei Zweikämpfen und bei der Aufmerksamkeit hat man es etwas bemerkt.“ Dabei hat der Trainer gar nichts dagegen, wenn sich ein paar Automatismen einstellen. „Aber wir müssen uns diese Bissigkeit, diese Galligkeit erhalten. Denn wenn wir Neuhausen eine Chance geben, werden sie die auch nutzen.“

Über den eher ungewöhnlichen Spieltermin am heutigen Freitagabend freut sich Schurr. „Wir haben Anfang September gegen Horkheim ja schon einmal ein Heimspiel am Freitagabend gehabt, und da haben wir gewonnen.“ Solche Partien hätten einen besonderen Reiz, „es ist was los, die Halle ist voll und die Stimmung gut“.

Die Bilanz aus der vergangenen Spielzeit spricht übrigens für den heutigen Gegner. In Kornwestheim gab es ein 24:24-Unentschieden, in der Fremde unterlag der SVK mit 24:29. In der 3. Liga bezwang der TSV zuletzt den Tabellenvorletzten HC Oppenweiler/Backnang mit 28:25. Auch der SVK geht mit der Empfehlung eines Sieges (dem siebten in Folge, 32:29 im Spitzenspiel bei der TSG Haßloch) in die Begegnung.

Bei den Kornwestheimern sind Stand jetzt alle Akteure an Bord und fit, mit Ausnahme des Langzeitverletzten Jakob Jungwirth, der noch immer an den Folgen einer Hand-Operation laboriert.