Handball Schurr muss wohl improvisieren

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Jan Reusch und dem SVK steht in Saarlouis die nächste schwierige Aufgabe bevor. Foto: Archiv/Horst Dömötör

Kornwestheim - SVK-Trainer Alexander Schurr fasst die Trainingswoche mit einem Wort zusammen: „Bescheiden.“ Neben Marvin Flügel (Pause nach Nieren-OP), Torhüter Felix Beutel (Kahnbeinbruch) und Tim Scholz (unter der Woche studienbedingt abwesend) musste der Coach zahlreiches komplett fehlendes oder angeschlagenes Personal beklagen. Wer am Ende beim Drittliga-Auswärtsspiel bei Absteiger HG Saarlouis (Platz 9) am Samstag um 19.30 Uhr auf der Platte steht, kann der Übungsleiter Stand Donnerstagabend selbst noch nicht genau sagen. Sicher ist nur: Flügel und Beutel sind – natürlich – beim Tabellen-Achten nicht dabei.

Dabei ist die Auswärtspartie im Saarland eigentlich ein wichtiges Spiel für den amtierenden Drittliga-Meister SV Kornwestheim. Zuletzt gab es in eigener Halle eine knappe und unglückliche Niederlage gegen den Aufstiegsfavoriten HSG Konstanz (25:26). Nun wird Schurr wohl zum Improvisieren gezwungen sein.

„Die HG Saarlouis war für mich vor Saisonbeginn ein unbeschriebenes Blatt, ich musste mich erst mal mit der Mannschaft auseinandersetzen“, so Schurr, der normalerweise die Kader der Liga-Konkurrenten im Schlaf aufsagen kann. Mittlerweile weiß er aber auch über den kommenden Gegner Bescheid – und warnt vor allem vor HG-Neuzugang und Top-Torschütze Quentin Abadie (vormals TV Neuhausen/Erms) im rechten Rückraum. „Außerdem müssen wir auf Maximilian Hartz im linken Rückraum und auf Kreisläufer Peter Walz aufpassen.“ Diese beiden in Kombination müsse man in den Griff bekommen.

Der Respekt vor Saarlouis sei bei seinem Team vorhanden. „Immerhin sind sie Zweitliga-Absteiger“, so Schurr. Allerdings war das Ergebnis aus dem vergangenen Spiel eines vermeintlichen Top-Teams geradezu unwürdig: Beim VfL Pfullingen gab es eine 15:26-Niederlage für die HG. Man darf also gespannt sein, wie Saarlouis die von Trainer Philipp Kessler angekündigte „harte Trainingswoche“ verarbeitet hat. Auch bei Schurrs SVK stellt sich die Frage, wie das Team nach einer suboptimalen Woche ins Spiel geht.

 
 

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