Handball Schurr-Team peilt den ersten Heimsieg an

Marius Venturini, vom 07.09.2018 09:00 Uhr
Akteur mit Willstätt-Erfahrung: SVK-Kreisläufer Julius Emrich (am Ball). Foto: Archiv/Horst Dömötör
Akteur mit Willstätt-Erfahrung: SVK-Kreisläufer Julius Emrich (am Ball). Foto: Archiv/Horst Dömötör

Kornwestheim - Der Meister spielt zuhause gegen einen Aufsteiger. „Da ist die Favoritenrolle klar, da kann ich sagen, was ich will“, sagt SVK-Coach Alexander Schurr vor dem Drittliga-Spiel seines SVK am Samstag um 20 Uhr gegen den TV Willstätt. Dennoch warnt der Übungsleiter vor einem „brandgefährlichen Gegner“, der „sehr robust, sehr körperlich“ zur Sache gehe. Seine Vorgabe: Willstätt nicht zur Entfaltung kommen lassen und hoch konzentriert bleiben. Dann sollte es mit dem ersten Heimsieg der Saison klappen.

Im Gegensatz zu den Kornwestheimern (Remis gegen Dansenberg, Auswärtssieg in Neuhausen) ist das Team aus dem Ortenaukreis mit zwei Pleiten gestartet. Gegen Mitaufsteiger TVS Baden-Baden setzte es gleich zu Beginn eine 30:22-Auswärtsniederlage. Eine Woche später unterlagen die Südbadener zuhause gegen den VfL Pfullingen mit 30:35. Dennoch: „Ich bin überzeugt, dass sich Willstätt schnell an die Liga gewöhnen wird“, so Schurr. Zumal der Verein eine Art Halb-Profitum pflege und starke Individualisten im Kader habe. „Und die sind mittlerweile auch zu einer Mannschaft zusammen gewachsen“, weiß der SVK-Trainer.

Mit Daniel Schliedermann hat Willstätt einen torgefährlichen Mittelmann vom VfL Pfullingen bekommen, der immer wieder das Eins-gegen-eins sucht. Auch im linken Rückraum ist der TV mit Marco Schlampp sehr gut besetzt. Mit Kevin Durand (Rückraum) und Yannick Ludwig (Kreisläufer), beide vom französischen Drittliga-Aufsteiger ESSAHB Straßburg, wurde das Team von Trainer Marcus Simowski noch zusätzlich verstärkt. Außerdem ist Kreisläufer Christian Skusa laut Alexander Schurr „mit seinen zwei Metern ein echter Paradespieler in Angriff und Abwehr“.

Der SVK hat seinerseits einen Akteur mit Willstätt-Erfahrung in seinen Reihen. Kreisläufer Julius Emrich ist in Lahr geboren und in unmittelbarer Nähe von Willstätt aufgewachsen. Er trug in frühen Jahren auch das Trikot der SG Willstätt-Schutterwald. Unter diesem Namen gingen die Willstätter Handballer in den 2000er-Jahren in der 1. und 2. Bundesliga an den Start, bevor sie anno 2009 das Schicksal der Insolvenz ereilte. Emrich sagt: „Für uns gilt es, aus einer stabilen Abwehr heraus wieder einfache Tore zu erzielen.“ Zuhause habe sich das Team vorgenommen, wieder möglichst wenig Zähler abzugeben. „Gegen Dansenberg ist uns ein Punkt schon raus, daher wollen wir nach dem Auswärtssieg jetzt auch zuhause zwei Punkte einfahren.“

Das bislang letzte Aufeinandertreffen des SVK mit den Badenern datiert vom 12. März 2017. In der Baden-Württemberg-Oberliga gewann Kornwestheim in Willstätt knapp mit 29:28. Zuvor hatte der SVK auch das Heimspiel mit 28:26 gewonnen. Am Ende der Runde standen Meisterschaft und Wiederaufstieg in die 3. Liga.

Beim SVK fehlt am Samstag lediglich Marvin Flügel (Nieren-OP). Tim Scholz kann studienbedingt die kommenden Wochen nicht mit der Mannschaft trainieren, ist bei Spielen aber dabei.