Handball Schurr warnt – auch vor einem Rückkehrer

Marius Venturini, vom 08.12.2017 07:00 Uhr
Gegen Balingen 2 mit elf Toren einer der besten Kornwestheimer: Kapitän Christopher Tinti (Mitte). Foto: Archiv/Horst Dömötör
Gegen Balingen 2 mit elf Toren einer der besten Kornwestheimer: Kapitän Christopher Tinti (Mitte). Foto: Archiv/Horst Dömötör

Kornwestheim - Es ist natürlich schwierig, die Favoritenrolle in so einem Spiel weg zu schieben“, gesteht SVK-Trainer Alexander Schurr. Am Sonntag, 10. Dezember, empfängt seine Mannschaft als Drittliga-Tabellenführer den Vorletzten HC Oppenweiler/Backnang. Spielbeginn im Derby in der Osthalle ist um 17 Uhr.

Schurr ist überzeugt, dass der HCOB bislang schlicht Pech hatte. „Das ist ein gestandener Drittligist der eigentlich nicht dorthin gehört, wo er gerade steht“, so der Kornwestheimer Übungsleiter. Damit könnte er nicht unrecht haben. Beim Blick auf die Statistik fällt auf, dass der Gegner im Schnitt seine Spiele mit gerade einmal einem Tor Unterschied verloren hat. „Es sind nur Kleinigkeiten, die bei ihnen fehlen. Das muss uns Warnung genug sein“, appelliert Schurr an seine Mannen, die unter der Woche allerdings hoch konzentriert gearbeitet hätten.

Ein alter Bekannter hat sich unter der Woche sicher auch so seine Gedanken gemacht: Ex-SVKler Kevin Wolf kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. „Auch er wird voll motiviert sein“, warnt Schurr vor dem mit 50 Toren zweitbesten HCOB-Schützen. Nur Benjamin Röhrle (81) hat beim Gegner häufiger getroffen. Das Duo bildet gemeinsam mit Tobias Hold die Rückraumachse. „Außerdem haben sie noch starke Kreisläufer“, so Schurr.

Oppenweiler/Backnang reist mit einem knappen 27:26-Heimsieg gegen das Tabellenschlusslicht TV Hochdorf im Gepäck nach Kornwestheim. Doch auch der SVK hat sich am vergangenen Wochenende nicht lumpen lassen und einen furiosen 36:27-Sieg gegen die Reserve von HBW Balingen-Weilstetten gefeiert. Damit ging ein Negativlauf von zuvor drei Niederlagen in Serie zu Ende. Und das Kornwestheimer Auftreten beim deutlichen Erfolg gegen das Team von der Schwäbischen Alb lässt auch für das abschließende Spiel der Hinrunde am Sonntag hoffen.

Die Partie gegen Oppenweiler/Backnang ist in der Tat jene Begegnung, die am ehesten die Derby-Kategorien erfüllt. Zumindest auf dem Papier. „Ich glaube, es ist die einzige Mannschaft in der Liga, gegen die wir auch auf Bezirksebene spielen würden“, erweist sich Schurr als wahrer Fachmann. Aber insgesamt habe sein Team in der 3. Liga ja so einige Derbys – die Gegner heißen Neuhausen/Erms, Neuhausen/Filder, Balingen oder Pforzheim.

Einer könnte am Sonntag möglicherweise ein wenig müde in die Begegnung gehen: SVK-Kreisläufer Julius Emrich. Er heiratet am Samstag standesamtlich. „Die große Feier ist aber erst eine Woche später“, so Schurr. Und der frühere Bietigheimer Kapitän habe unter der Woche im Training vorbildlich mitgezogen.