Handball Schwache erste Halbzeit macht Lenz ratlos

Marius Venturini, vom 13.12.2017 07:00 Uhr
Häufig kein Durchkommen: Der SVK um Laura Küblböck (beim Wurf) verliert in Asperg unnötig. Foto: Archiv/Horst Dömötör
Häufig kein Durchkommen: Der SVK um Laura Küblböck (beim Wurf) verliert in Asperg unnötig. Foto: Archiv/Horst Dömötör

Kornwestheim - Nicht erklärbar und nicht entschuldbar war das“, schimpft SVK-Frauentrainer Markus Lenz nach der aus seiner Sicht indiskutablen Niederlage in der Landesliga beim TSV Asperg. Mit 19:24 (10:15) hatte der Tabellenzehnte beim Siebten verloren – und Lenz musste ziemlich schlucken, vor allem ob der Leistung, die seine Mannschaft in der ersten Halbzeit abgeliefert hatte. „Keine gute Abwehr, kein landesligatauglicher Angriff, unendlich viele technische Fehler, wir haben dem Gegner reihenweise die Tore geschenkt“, fasst der Coach das Geschehen der ersten 30 Minuten zusammen. Das alles, obwohl er mit seinem Team im Vorfeld so einiges besprochen habe, wie denn der Gegner zu knacken sei.

Schon nach 27 Minuten hatten die Aspergerinnen dem SVK den Schneid abgekauft. 8:14 hieß es da aus Kornwestheimer Sicht, und Lenz wusste auch nicht mehr so richtig, was er sagen sollte. „Wir hatten uns eigentlich vor dem Spiel vorgenommen, dieses Jahr noch vier Punkte zu holen“, so der Trainer. Jetzt können es maximal noch zwei werden. Doch nicht nur das: So langsam wird es auch in der Tabelle so richtig ungemütlich für sein Team. Als Drittletzter befindet sich der SVK alles andere als in Sicherheit.

Dass der Rückstand zur Halbzeitpause mit 10:15 nur fünf Tore betrug, dafür sorgten Nina Rück aus dem Spiel und Kim Callan per Siebenmeter. Und nach dem Seitenwechsel zeigte das Kornwestheimer Team tatsächlich wieder Leben. Bis zur 38. Minute hatten Helena Georgoudis (drei Tore in dieser Phase, zwei davon per Siebenmeter), Marei Weiß (zwei Treffer) und Alisa Torkler auf 16:16 gestellt.

Bis zur 48. Minute hielt seine Mannschaft mit, ließ Asperg bis zum 19:20 auf nicht mehr als zwei Tore davonziehen. „Da sind wir dran, und danach scheitern wir an der wirklich guten Asperger Torfrau“, moniert Lenz, der allerdings auch im Zeitraum zuvor „viel zu viele überhastete Abschlüsse“ gesehen hatte. Die abschließenden zwölfeinhalb Minuten fasst Lenz mit dem Satz zusammen: „Dann ist alles in sich zusammengefallen.“ Seiner Mannschaft gelang kein einziger Treffer mehr, der TSV Asperg netzte noch viermal ein. Am Ende stand eine 19:24-Auswärtsniederlage.

Die Misere – zwei Siege aus zehn Spielen – nur am Fehlen der Leistungsträgerinnen Svenja Biehl (Auslandsjahr) und Susi Seifert (Kreuzbandriss) festzumachen, ist dem Coach zu einfach. „Wir stehen ja nicht da unten, weil wir nicht zu mehr in der Lage wären, sondern weil wir es nicht abrufen.“ Vielleicht, mutmaßt Lenz, könne die ein oder andere mit dem aufkommenden Druck nicht so gut umgehen.

Für einen halbwegs versöhnlichen Jahresabschluss kann der SVK am Samstag, 16. Dezember, um 18 Uhr sorgen. Dann steht das Heimspiel gegen den Tabellenachten SG Leonberg/Eltingen 2 an. SV Kornwestheim
Holzer (bis 15. Minute), Neuberger (ab 15.) – Torkler (4), D. Bahmann (1), Georgoudis (5/2), Weiß (4), Hald (1/1), Callan (1/1), Stark, Bäuerle (1), T. Bahmann, Reichert, Rück (2), Küblböck