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Handball Vieles soll anders werden

Michael Bosch, vom 07.08.2018 18:07 Uhr
Nehmen einen neuen Anlauf: Daniela Bahmann und die SVK-Frauen Foto: Archiv/Peter Mann
Nehmen einen neuen Anlauf: Daniela Bahmann und die SVK-Frauen Foto: Archiv/Peter Mann

Kornwestheim - So eine Saison wie die vergangene braucht Trainer Markus Lenz nicht unbedingt noch einmal. Die erste Frauenmannschaft des SV Kornwestheim startete katastrophal in die Landesliga, brauchte lange, bis sie sich fing. Am Ende war der Klassenverbleib mit Platz 6 zwar nicht wirklich in Gefahr, aber gezittert wurde lange. „Wir haben vielleicht auch eine Weile gebraucht, bis wir uns aneinander gewöhnt haben“, sagt Lenz – erst vor der letzten Saison hatte er die Mannschaft übernommen. Inzwischen aber habe sich seine Mannschaft an seine „Denke“ gewöhnt.

Die Spielerinnen haben ordentlich geschuftet

Dass die Spielerinnen wesentlich fitter aus dem Sommerpause gekommen sind, darüber hat sich der SVK-Coach besonders gefreut. Im Sommer mehr zu machen, an der körperlichen Fitness zu arbeiten, das ist anstrengend und manchmal nervig, weiß Lenz. Aber es zahle sich aus – später in der Saison.

„Der körperliche Zustand ist ok, wesentlich zufriedenstellender als vor der vergangenen Saison“, sagt der Trainer. Und auch sonst sei sein „Eindruck positiv“. Vor allem, weil die Basis schon im vergangenen Jahr gelegt wurde. Die Automatismen sind nun bekannt, „an denen können wir weiter arbeiten“. Bereits seit Anfang Juni bereitet sich die Mannschaft auf die kommenden Aufgaben vor. So richtig neu einfinden muss sich aber nur Carina Lüders, die aus Leonberg kommt und Erfahrung aus der Württembergliga mitbringt. Sie wird gemeinsam mit Romina Holzer das Torhüterinnen-Gespann in der kommenden Spielzeit bilden. Die beiden anderen Neuzugänge sind nicht ganz unbekannt: Svenja Biehl stand eigentlich schon vergangene Saison im Aufgebot der Kornwestheimer, bestritt aber keine Spiele, weil sie Zeit in Neuseeland verbrachte. Nina Haug lief in der vergangenen Saison noch für die zweite Mannschaft auf, in der neuen Spielzeit steht sie im Landesliga-Kader. „Wir haben einen relativ großen Kader“, betont Lenz. Und das, obwohl auch einige Spielerinnen nicht mehr mitwirken werden. Fabienne Würth versucht ihr Glück in der Bezirksklasse in der SVK-Reserve, die in der vergangenen Saison aufgestiegen ist. Miriam Battista hat sich nach langanhaltenden Hüftbeschwerden dazu entschlossen, ihre Karriere zu beenden. Helena Georgoudis, von Lenz liebevoll „unsere Omi“ genannt, hört ebenfalls auf. Und Larissa Wisniewski macht es wie Svenja Biehl: Sie geht ins Ausland.

Zum Auftakt geht’s gleich gegen einen der Favoriten

Auch die Testspiele liefen bislang zufriedenstellend für Markus Lenz. Von vier Partien wurden drei gewonnen, eine verloren. „Das ist in Ordnung“, konstatiert Lenz.

Für die kommende Saison prophezeit er eine ausgeglichene Runde. Zwei bis drei Teams sieht der SVK-Coach vorne weg marschieren. Zu den Favoriten zählt er die HSG Böblingen/Sindelfingen, den TV 1895 Flein und die Spvgg Mössingen, den Absteiger aus der Württembergliga. Zudem seien die vielen Reserve-Mannschaften in der Liga – vier Stück an der Zahl – schwer auszurechnen. Zum Auftakt wartet dann auch gleich ein richtiger Brocken auf den SV Kornwestheim. Dann nämlich geht es zum TV Flein. Am 16. September gastiert das Lenz-Team in der Sandberghalle. Bis dahin ist ja aber noch ein bisschen Zeit, an den Dingen zu feilen, die bislang zu kurz gekommen sind. „Die körperlichen Grundlagen sind jetzt gelegt“, sagt Lenz. In den kommenden Wochen wird er seine Mannschaft in technischen und vor allem auch in taktischen Dingen schulen. Und dann hoffen sie alle, dass die Saison besser losgeht als die letzte.