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KornwestheimBären beim Picknick, Musiker beim Spiel

Melanie Bürkle, vom 20.03.2016 18:00 Uhr
Blockflöten- und Schlagzeugensemble machen gemeinsame Sache. Foto: Christine Biesinger
Blockflöten- und Schlagzeugensemble machen gemeinsame Sache.Foto: Christine Biesinger

Kornwestheim - Play together – gemeinsam musizieren hieß es am Freitagabend im Kultur- und Kongresszentrum beim Schülerjahreskonzert der städtischen Musikschule, bei dem das Spektrum von klassischer bis hin zu aktueller Popmusik reichte. Nicht nur verschiedene Ensembles zeigten im voll belegten Theatersaal ihr Können, erneut hatten auch eigens für diesen Abend musizierende Gruppen zusammengefunden.

So präsentierten das selten zusammenspielende Blockflöten- und das Schlagzeugensemble gemeinsam den Regentanz aus „Die Zaubertrommel“ von Johannes Bornmann. Die Acht- bis 18-jährigen nahmen die Zuhörer dabei auf eine Art märchenhafte Urlaubsreise mit.

Bereits wenige Minuten zuvor war das Publikum vom Saxofonensemble unter der Leitung von Joachim Keck nach Afrika entführt worden – sie hatten den afrikanischen Tanz Pata-Pata vertont, der vor allem in den 1950er Jahren populär war. Um die Vielseitigkeit ihrer Instrumente noch besser unter Beweis zu stellen, spielten sie als weiteres Musikstück Johann Sebastian Bachs „Waves“.

Klassisch ging es auch beim extra für diesen Abend formierten Violinenquartett zu. Die zwei Mädchen und Jungen spielten mit der Begleitung von Wanda Klein am Klavier einen Auszug von dem Konzert in h-Moll von Antonio Vivaldi. David Garrett hätte es wohl kaum besser gemacht, und so wurde das Quartett mit lautstarkem Applaus für seine perfekte Darbietung belohnt.

Ebenfalls Vivaldi, dem roten Priester, hatte sich das Jugendstreichorchester von Andreas Kreisel verschrieben. Sie spielten das Concerto in D. Zudem präsentierten sie Paul McCartneys „Yesterday“ und „Over the Rainbow“ von Harold Arlen.

Ebenfalls ein bekanntes Musikstück gab es von der Band Westside zu hören. Die mittlerweile von drei auf fünf Personen angewachsene Band performte mit „Don’t Stop“ von 5 Seconds of Summer einen Hit aus dem Jahr 2014.

Richtig laut wurde es dann zwischenzeitlich beim Auftritt vom Schlagzeug­ensemble. Die teils neu besetzte Gruppe gab dem Publikum mit „Percussion War“ ganz schön eins auf die Ohren. Ansonsten waren in diesem Jahr zumeist eher ruhigere und sanftere Klänge angesagt.

Die Jazz-Combo unter der Leitung von Hans-Joachim Weiß machte dabei ihrem Namen alle Ehre und ließ die Zuhörer bei bluesigen und jazzigen Tönen entspannen. Ebenso auch das Gitarrenensemble von Michael Nothdurft, das bei seinen ausgewählten Stücken wie beispielsweise dem „Irish Dream“ viele sanfte und leise Töne anschlug. Schwungvoller und etwas peppiger, aber ebenfalls musikalisch bedacht präsentierte das Vororchester der Bläser von Thomas Reiner seine beiden Werke.

Und dann gab es da noch etwas Ungewöhnliches auf der Bühne im Theatersaal. Zwei Bären beim Picknick. Natürlich zwei Teddybären. Diese begleiteten das Stück, wie sollte es anders heißen, „Teddy Bears Picnic“ der Flautinas – dem Querflöten­ensemble – von Anfang bis Ende. Das 1907 entstandene Werk von John Walter Bratton war ein großer Hit in den USA.

Beendet wurde das gut 100-minütige Jahreskonzert mit zwei aktuellen Hits und einer vollen Bühne. Die Cross Over Symphony, bestehend aus dem Jugendstreichorchester, dem Schlagzeugensemble und der Band Westside, präsentierte Matt Simons „Catch & Release“ und „Viva la Vida“ von Coldplay. Die Stücke waren dazu von Albrecht Meincke und Marco Piludu eigens arrangiert worden. Ein krönender Abschluss für ein rundum gelungenes Jahreskonzert.