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KornwestheimDer vorhandene Parkraum muss reichen

siehe Kommentar, vom 19.12.2012 00:00 Uhr
Hat noch Kapazitäten: Das City-Parkhaus ist derzeit etwa zur Hälfte ausgelastet. Foto: Kiefer
Hat noch Kapazitäten: Das City-Parkhaus ist derzeit etwa zur Hälfte ausgelastet.Foto: Kiefer

Kornwestheim - Es ist eine Rechnung mit einer Unbekannten: Wie viele Besucher wird die Kinderwelt in der Kornwestheimer Innenstadt am Tag anlocken? 200? Dann wird’s ein teures Vergnügen für die Stadt, aber Stadtplaner Christian Kübler braucht sich keine Gedanken zu machen, wo er die Fahrzeuge der Kinderwelt-Gäste unterbringt. 1000? Dann frohlockt der Kämmerer, und Christian Kübler hat ein Problem. 600, so wie es die Stadt derzeit prognostiziert? Dann hofft der Stadtplaner, mit einem klugen Parkleitsystem die Besucher zu den freien Stellplätzen lotsen zu können. Derzeit erstellt Kübler zusammen mit einem Ingenieurbüro Vorschläge, wie ein solches System aussehen kann.

Zur Auswahl stehen zwei Modelle: das statische, das allein auf ein Beschilderungssystem setzt. Das dynamische Modell zeigt stets aktuell an, wie viele Parkplätze wo noch zur Verfügung stehen. Sollte sich der Gemeinderat im Frühjahr des kommenden Jahres für letzteres Modell entscheiden, muss er noch einmal richtig tief in die städtische Schatulle greifen. Für ein solches Parkleitsystem müssen die alten Parkhäuser technisch aufgerüstet werden.

Fest steht für Kübler, dass die Besucher in der Innenstadt zunächst einmal mit dem vorhandenen Parkraum auskommen müssen. Er sollte seiner Einschätzung nach, sofern es keinen übermäßigen Andrang auf die Kinderwelt gibt, ausreichen. 80 Plätze stehen im Wette-Center zur Verfügung, jeweils gut 200 im City-Parkhaus und in der Tiefgarage unterm Bahnhofsplatz. Später kommen noch einmal die Stellplätze aus der Holzgrund-Tiefgarage – zuletzt war von 60 die Rede – hinzu. Der Parkraum im City-Parkhaus und in der Bahnhofsplatz-Tiefgarage werde für die Kinderwelt-Besucher auf jeden Fall benötigt, betont Kübler. „Andere Optionen gibt es nicht.“ 350 bis 400 Meter sind es von den Stellplätzen bis zur Kinderwelt. „Im Breuningerland“, argumentiert Kübler, „nehmen die Leute größere Distanzen in Kauf.“ In seiner Stellungnahme für den Gemeinderat wird Kübler auch das Thema Parkraumkonzept aufnehmen. Derzeit würden die drei Parkhäuser und Tiefgaragen von unterschiedlichen Betreibern bewirtschaftet. Ist dafür auch ein anderes Modell vorstellbar?

Busse, die Spielewelt-Besucher gen Kornwestheim bringen, sollen die Passagiere auf der Busspur an der Stuttgarter Straße aussteigen lassen und sich andernorts – zum Beispiel am Eichenweg – einen Parkplatz suchen. Das gilt auch für Busse, die das K zum Ziel haben. Die Parkplatzsituation am Kulturzentrum betrachtet Kübler als gut. 200 Plätze stehen unter dem Marktplatz zur Verfügung. Gerade in den Abendstunden, wenn das Kulturzentrum bespielt werde, sei die Tiefgarage derzeit nahezu leer. Für Kongresse und Tagungen, zu denen viele Teilnehmer mit dem Auto anreisen, müsse man sich mit den Organisatoren gesonderte Modelle überlegen.

Das dürfte ein Gebot der Stunde sein. Sabine Benken beispielsweise, Geschäftsführerin einer Event-Management-Agentur, die Veranstaltungen und Tagungen für Kunden wie Bosch oder Ritter organisiert, hat die Potenziale des K während eines Rundganges beim Richtfest in Augenschein genommen und dabei auch die Parkmöglichkeiten hinterfragt. „Es ist toll, dass die Stadt kostenlos öffentliche Parkplätze bereit stellt“, sagt sie auf Anfrage. „Aber man kann dann eben nicht automatisch davon ausgehen, dass sie auch frei sind.“

Es gebe keine Pauschalwerte, was den Parkplatzbedarf bei Veranstaltungen angehe, sagt Benken. „Wenn Sie eine Gala-Veranstaltung haben, kann man von zwei Personen pro Auto ausgehen, bei einer Tagung bilden sich auch Fahrgemeinschaften.“ Nicht zu unterschätzen sei – je nach Veranstaltung – auch der Parkplatzbedarf für Techniker oder Catering-Personal. Zwischen zwei bis fünf Minuten Gehzeit vom Auto zum Tagungsort hält Benken noch für akzeptabel. Ist die Tiefgarage beim K voll, könnten Tagungsgäste zur Not auch noch vom City-Parkhaus auf den Marktplatz gelotst werden. „Allerdings müsste dann ein Leitsystem darauf hinweisen, dass die Garage voll ist und wo man alternativ parken kann.“ Dass der Parkplatzsuchende das erst beim Durchkurven der Tiefgarage merkt, ist für die Fachfrau ein eher abschreckendes Szenario.

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