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Kornwestheim Die Schulen sind bereit für ihre Neuen

Eva Tilgner, vom 08.09.2018 09:00 Uhr
Die Anmeldezahlen für die ersten Klassen in Kornwestheimer und Pattonville sind im Vergleich zum Vorjahr stabil. Foto: dpa-Zentralbild
Die Anmeldezahlen für die ersten Klassen in Kornwestheimer und Pattonville sind im Vergleich zum Vorjahr stabil. Foto: dpa-Zentralbild

Kornwestheim/Pattonville - Der Briefträger brachte die Botschaft in den Ferien: Wegen des akuten Lehrermangels wird der Klassenteiler auf 30 hochgesetzt. Das heißt: Melden sich in einer Schule 90 Kinder an, dürfen nur noch drei Eingangsklassen gebildet werden. Nicht alle Schulen trifft das, die Schillerschule allerdings doch. Dort musste neu gerechnet werden.

Die Grundschulen

Schillerschule: Dort werden 88 Erstklässler erwartet. Ursprünglich wollte die Schule vier Eingangsklassen mit jeweils 22 Jungen und Mädchen bilden. Das ist nun nicht mehr möglich. Es wird nur noch drei Klassen geben – eine mit 30 Kindern, die beiden anderen mit 29. „ Wir haben unsere Eltern diese Woche mit einem Brief über die Umverteilung informiert“, sagt Schulleiterin Ute Maucher. Die hohe Schülerzahl stelle vor allem für die Lehrer eine Herausforderung dar. Außer dem neuen Verteilerschlüssel traf die Schule auch noch der Wegfall von zwei Lehrkräfte: Für sie gab es keine Nachbesetzung.

Silcherschule: Sie bildet mit den 77 Erstklässlern drei Klassen. „Zum Glück liegen die Anmeldezahlen voll im Verteilerschlüssel“, ist Schulleiterin Petra Götz froh. Mit zwei Ganztagsklassen und einer Klasse mit früheren Stundenplan-Endzeiten geht die Schule an den Start.

Eugen-Bolz-Schule: Dort werden die 40 Erstklässler auf zwei Klassen verteilt. „Wir haben keine unangenehme Überraschung in den Ferien erlebt“, berichtet die Schulleiterin Ute Irene Grießhaber. Mit Lehrern sei die Schule auch gut versorgt: Zwei Kollegen sind weggegangen, zwei neue seien gekommen.

Grundschule Pattonville: Die 110 Erstklässler verteilen sich auf neun altersgemischte Eingangsstufen. „Pattonville wächst – wir sind voll“, hält Schulleiterin Ulrike Schiller fest. Schade sei, dass die Englischstunden für die Erstklässler in Förderstunden umgewandelt worden seien. „Lieber hätten wir zusätzliche Förderstunden neben dem Englischunterricht bekommen.“

Philipp-Matthäus-Hahn-Grundschule: Die 63 Erstklässler werden auf drei Klassen verteilt. „In der Regel sind unsere ersten Klassen immer dreizügig“, erklärt Schulleiter Gerhard Link .

Eugen-Bolz-Förderschule: Dort gibt es 77 Schüler in den gemischten Klassen eins bis neun.

Die weiterführenden Schulen

Über einen deutlichen Zuwachs an Schülern können sich die meisten der Schulen in Sekundarstufe 1 in Kornwestheim und Pattonville freuen:

Philipp-Matthäus-Hahn-Gemeinschaftsschule: Mit den 43 Fünftklässern bildet die Schule zwei Klassen. „Das Konzept der Gemeinschaftsschule ist bei den Eltern angekommen“, sieht sich Schulleiter Gerhard Link bestätigt. Im Vorjahr war nur eine fünfte Klasse möglich. Link fügt aber hinzu: „Mit Lehrern sind wir knapp bemessen.“

Theodor-Heuss-Realschule: Fünf Klassen kommen dank der 140 Fünftklässer zustande. „Das ist die Obergrenze“, erklärt Schulleiter Boris Rupnow. Die hohe Zahl sei gut zu meistern, da acht neue Lehrkräfte – obwohl nicht alle mit vollem Deputat – beginnen.

Realschule Remseck: Die 113 Fünftklässer verteilen sich auf vier Klassen. „Wir haben circa 20 mehr Schüler als im Vorjahr“, verkündet Schulleiterin Ulla Stütz. Mit fünf neuen Lehrerkollegen sei die Realschule in Pattonville auch „ausreichend versorgt.“

Ernst-Sigle-Gymnasium: Mit 82 Fünftklässler bildet die Schule drei Klassen. „Wir sind gut besetzt – sowohl in Bezug auf die Schülerzahlen als auch auf die Lehrstellen“, sagt Schulleiter Christoph Mühltaler . Erfreulich sei die Änderung im neuen Schuljahr für die Siebtklässler: „Sie werden ab jetzt in vier Klassen statt in drei unterrichtet.“ Schuld daran ist der Verteilerschlüssel. In diesem Fall habe er sich für die Schülerinnen und Schüler positiv ausgewirkt.