Kornwestheim Doppelt so viele Spenden für den Sportverein

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Featurebild einer Spendendose. Foto: dpa

Kornwestheim - Der SV Kornwestheim ist nicht nur der größte Sportverein in der Stadt, sondern auch einer der größten in der gesamten Region. Entsprechend hat er auch ein hohes Spendenaufkommen. Vereinspräsident Gerhard Bahmann hatte bei Veranstaltungen zuletzt immer wieder betont, dass die Spendensummen in den vergangenen Jahren sogar noch stark weiter gestiegen seien.

Auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte das nun der SVK-Geschäftsführer Thomas Eeg und präzisierte die Summen. Demnach habe sich seit Beginn des Jahrzehnts das Spendenaufkommen für den Sportverein mehr als verdoppelt. Anno 2010 lag es noch bei rund 40 000 Euro. Im Jahr 2017 kamen 84 000 Euro an Spenden zusammen. „Das ist ein richtig großer Sprung“, betont Eeg. 2013 habe es einen Einmaleffekt gegeben, eine richtig große Spende sei da reingekommen. „Im Folgejahr war es wieder etwas weniger“, so der Geschäftsführer weiter. „Ab 2015 ging das Aufkommen dann aber auch schon wieder nach oben“, ergänzt Thomas Eeg. „Und das ohne große Einzelspenden und Einmaleffekte. Die Anzahl der Spender ist einfach insgesamt gestiegen.“

Natürlich macht man sich beim SV Kornwestheim Gedanken darüber, welche Gründe es für die erhöhte Spendenfreudigkeit gibt. Thomas Eeg sieht einerseits einen Grund darin, dass der SVK sich in den vergangenen Jahren breiter aufgestellt hat. So arbeite man beispielsweise noch mehr mit Schulen und sei auch in Sachen Inklusion mittlerweile aktiv – der Sportverein ist etwa eine lebhafte Kooperation eingegangen mit den erfolgreichen Behindertensportlern von 46plus Down-Syndrom.

Daraus folgt eine Imageverbesserung und zudem sind hier Bereiche gestärkt worden, für die die Spendenbereitschaft hoch ist. Noch dazu habe der SVK seine Kommunikationsstrategie in Sachen Spenden verbessert, ist Eeg überzeugt. „Wir kommunizieren immer wieder an die Mitglieder, dass man spenden kann und richten beispielsweise auf unserer Internetseite auch einen entsprechenden Bereich ein“, so der Geschäftsführer.Gemessen am Gesamtumsatz des Vereins seien die Spenden eine geringere Summe – aber alles andere als unerheblich, so Eeg weiter. Die Sportförderung der Kommune etwa liege mit 50 000 Euro pro Jahr darunter, ergänzt er.

Für das Jahr 2018 rechnet der SVK übrigens mit einer weiteren Steigerung beim Aufkommen. Hier würden dann auch wieder „Einmaleffekte“ greifen – wie etwa zweckgebundene Spenden. Generell kann der Sportverein sowieso jeden Euro gut gebrauchen: Bald soll der teure Ausbau des Funsportzentrums beginnen – im Frühjahr, wie Thomas Eeg und das ganze SVK-Team hoffen. Aktuell laufen noch Finanzierungsgespräche, der Verein setzt zudem auf eine Bürgschaft der Stadt.

Den SV Kornwestheim in derzeitiger Form gibt es seit dem Sommer 2006. Damals entstand er aus einem Zusammenschluss des 1. FV Salamander Kornwestheim, des TV Kornwestheim und der ESG Kornwestheim.

Der Verein ist unter anderem bekannt für erfolgreiche Handballer und Leichtathleten, außerdem hat er Abteilungen für Eishockey, Fußball, Aikido, American Football, Tischtennis, Turnen, Gymnastik und mehr. Mit seinen mehr als 7000 Mitgliedern gehört der SVK zu den fünf größten Sportvereinen im ganzen Bundesland Baden-Württemberg.

 
 

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