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Kornwestheim Ein Förderverein für die Schillerschule

Peter Meuer, vom 07.05.2018 17:52 Uhr
Die Schillerschule in Kornwestheim. Foto: Archiv/Marius Venturini
Die Schillerschule in Kornwestheim. Foto: Archiv/Marius Venturini

Kornwestheim - So manche Schule – auch in Kornwestheim – hat bereits einen Förderverein. Der Schillerschule fehlt solche Unterstützung bisher noch. Doch das könnte sich nun ändern. An der Grundschule formieren sich dieser Tage Eltern, um einen neuen Förderverein ins Leben zu rufen. Am vergangenen Mittwoch wurde das Projekt in der Sitzung des Elternbeirates vorbesprochen, auch die Schulleitung ist bereits informiert.

Hauptinitiatorin ist die 31 Jahre alte Lisa Mohr, deren zehnjährige Tochter die Schillerschule besucht. Mohr ist schon seit mehreren Jahren im Elternbeirat aktiv. Sie findet, dass die Schillerschule mit ihren rund 350 Schülern möglichst viel Unterstützung verdient hat. „Wir schicken unsere Kinder mit einem guten Gefühl dorthin“, sagt sie und lobt das Lehrerkollegium. „Sie sind dort gut aufgehoben und ich hoffe, dass wir, wenn wir einen Förderverein auf die Beine stellen können, diese gute Arbeit damit unterstützen.“Die Aufgaben des Vereins könnten sein, so Mohr weiter, dass Spendensammeln für die Schillerschule zu erleichtern. Auch könnten über Einnahmen Schulprojekte unterstützt, Spielgeräte und Material angeschafft werden, dass die Stadt als Schulträger oder das Land nicht im Budget haben. Ein Beispiel: Vom Land gibt es Obstkörbe für Schüler, bislang war das kostenlos. Nun aber muss ein Teil der Kosten auf die Eltern umgelegt werden. „Vielleicht könnte an der Stelle ein Förderverein einspringen“, überlegt Lisa Mohr.

In der Vergangenheit gab es bereits Ansätze für einen Schillerschul-Förderverein – doch bislang wurden die Pläne nicht konkret, auch wenn bereits vor etwa zwei Jahren schon einmal dafür geworben wurde. Damit es diesmal klappt, suchen die Eltern nun weitere Unterstützer. Mit Flyern, Pressearbeit und viel persönlicher Ansprache wollen sie Mitglieder – aktive wie passive – werben. „Wir wollen nicht nur im Schulumfeld suchen“, sagt Lisa Mohr. Auch wenn sie davon ausgeht, dass natürlich vor allem ehemalige Schüler und Eltern aktueller und vergangener Jahrgänge sich beteiligen, hofft sie auf breite Unterstützung in der Bevölkerung.

Und dann? Geht es zur Vereinsgründung. Dafür braucht es nach deutschem Recht sieben Gründungsmitglieder und eine Satzung, letztere ist bereits in Arbeit. Ein neuer Vorstand muss gewählt und all das schließlich vom Amtsgericht geprüft und bestätigt werden. Lisa Mohr selbst hat zwar in ein paar Monaten gar kein Kind mehr an der Schillerschule; ihre Tochter wird dann auf eine weiterführende Schule gehen. Doch sie wolle der Schillerschule dennoch verbunden bleiben, den Kontakt halten, im – hoffentlich bald gegründeten – Verein Verantwortung übernehmen. „Wer mitmachen will, kann sich einfach mit uns in Verbindung setzen“, wirbt sie.