Kornwestheim Ein Stadtfest mit vielen Höhepunkten

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Falko Traber balanciert über dem Holzgrundplatz. Foto: Peter Mann

Kornwestheim - Die Musik aus den Lautsprechern ist dramatisch, die Worte sind es auch: „Es braucht Mut, Konzentration und meisterhaftes Können“, moderiert Fernando Traber. Er spricht über seinen Vater Falko Traber – der Hochseilartist zeigt sein Können in eben jenem Moment. Mit der langen Stange in Händen balanciert Falko Traber viele Meter über dem Holzgrundplatz. Als er einen Kopfstand auf dem Seil zeigt, gibt es die ersten „Wow“- und „Boah“-Rufe im Publikum, und einen kräftigen Szenenapplaus.

Es ist Sonntagnachmittag und in der Kornwestheimer Innenstadt hat das große neue Stadtfest seinen Siedepunkt erreicht. Bei strahlendem Sonnenschein sind viele Besucher gekommen. Diejenigen, die nicht Trabers Show ansehen, sitzen an Tischen und trinken Bier und Schorle, futtern Leckereien von klassisch-schwäbisch bis amerikanisch-süß an den Foodtrucks oder besuchen mit ihren Kindern den Bahnhofsvorplatz, wo Ponyreiten, eine Minilok, das Sigmaringer Puppentheater und mehr warten. Wie viele Besucher genau an diesen beiden Tagen da sind, das vermag City-Managerin und Organisatorin Elvira Saverschek nicht zu sagen.

Aber klar ist: Holzgrundplatz und Teile der Güterbahnhofstraße und Bahnhofstraße sind am Sonntag voller Menschen. Übrigens auch viele der Geschäfte in der Innenstadt – begleitend zum Stadtfest findet ein verkaufsoffener Sonntag statt. „Wir sind zufrieden, viele Leute schauen vorbei“, sagt hierzu Jens Bartmann, der Vorsitzende des Bundes der Selbstständigen Kornwestheim und Geschäftsführer des gleichnamigen Fotofachgeschäftes. Das bestätigt beispielsweise auch das Team des Bücherlurchs – hier geht manches Druckwerk über die Theke.

Bartmann selbst hat mit einem Mailing für den verkaufsoffenen Sonntag und das Stadtfest geworben und beobachtet nun, dass auch Besucher von weiter weg gekommen sind. „Beste Fotomotive gibt es ja vor der Tür für meine Kunden“, scherzt Bartmann und meint damit natürlich Trabers Show, die mehrmals am Samstag und Sonntag stattfindet.

Trabers Auftritt hat unterdessen seinen Höhepunkt erreicht. Der Artist schwingt sich aufs Motorrad und fährt mit seinen Assistentinnen in den Gondeln zum großen Mast am Holzgrundplatz in gut 50 Meter Höhe hinauf – gefährlich sieht das aus.

Fraglos ist der Artist mit seiner Truppe der Höhepunkt des Stadtfestes, aber längst nicht der einzige gut besuchte Programmpunkt. Clown Tom Bolten ist unterwegs, Bands spielen auf: Die Jazz-Combo der Musikschule, Simply Live, die Ian Key Band und natürlich Free Daze – die Rockformation zieht mit ihren Covern am Samstagabend ordentlich Partyvolk zur Bühne am Holzgrundplatz. Zur Eröffnung des Stadtfestes ist samstags Oberbürgermeisterin Ursula Keck und sonntags der Erste Bürgermeister Dietmar Allgaier vor Ort. Sie loben die Veranstaltung für ihr die Innenstadt belebendes Moment.

Im Raum steht nun natürlich die Frage: Wird es ein weiteres Stadtfest geben? Initiatorin Elvira Saverschek hatte bereits vor der Veranstaltung die Hoffnung geäußert, dass aus dem Stadtfest eine regelmäßige Institution, werden könnte, eine Tradition sogar. Die Grundlagen dafür sieht sie: „Dafür, dass wir das zum ersten Mal aus dem Boden gestampft haben, ist es gut gelaufen, es gab keine großen Pannen“, betont Saverschek und hat zudem eine „gute Stimmung“ ausgemacht. Ob und wie es weitergehe, hänge nun aber von der Resonanz ab und dem Resümee, dass nach dem Fest gezogen werde, betont sie. Dass es weitergehen könnte – diese Signale gibt es indes auch aus der Stadtverwaltung. Weitere Bilder und eine umfangreichere Rückschau auf das Stadtfest finden Sie in der gedruckten Ausgabe der Kornwestheimer Zeitung.

 
 

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