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Kornwestheim Schauriges Schauspiel

red, vom 13.05.2018 00:00 Uhr
Und der Baum kann sich nicht wehren. Foto: Horst Dömötör
Und der Baum kann sich nicht wehren. Foto: Horst Dömötör

Kornwestheim - Sie sorgt derzeit für viel Aufsehen im gesamten Landkreis und auch in Kornwestheim: die Gespinstmotte. Das feine Netz der Motten sieht zwar gespenstisch aus, ist aber für Mensch und Tier harmlos. Experten gehen davon aus, dass insbesondere der Klimawandel dieses alljährliche massenhafte Auftreten der Gespinstmotten fördert. In Kornwestheim sind Bäume im Bereich des Oßweiler Weges befallen.

Um sich selbst vor Fraßfeinden zu schützen, überziehen verschiedene Gespinstmottenarten die Pflanzen oder einen ganzen Baum mit einem feinen Netz und machen sich dann in aller Ruhe über die Blätter her. Besonders gerne mögen die kleinen Tierchen Traubenkirschen, aber auch Weißdorn, Pfaffenhütchen, Pappeln oder Weiden sind bisweilen mit einem dichten Gespinst überzogen. Gelegentlich werden auch Obstbäume befallen. Spätestens Ende Mai, Anfang Juni verpuppen sich die Raupen und das Gespinst fällt ab. Der Baum oder Strauch kann dann von neuem austreiben. Bekämpft werden darf die Gespinstmotte nicht. Das wäre zum einen gegen die geltende Rechtslage und macht aus Sicht der Experten aus der Stadtgärtnerei auch keinen Sinn.