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Kornwestheim Von innen, von außen und aus der Luft

Susanne Mathes, vom 01.09.2017 00:00 Uhr
Das Ergebnis der Dreharbeiten vom Frühsommer zu Annette von Wangenheims Dokumentation über Bruno Kurz wird beim Tag des offenen Denkmals  gezeigt. Foto: z
Das Ergebnis der Dreharbeiten vom Frühsommer zu Annette von Wangenheims Dokumentation über Bruno Kurz wird beim Tag des offenen Denkmals gezeigt. Foto: z

Kornwestheim - Ambitioniert geht das städtische Museum seine erste Teilnahme seit der Klassifizierung als Kulturdenkmal an dem bundesweit begangenen Tag an. Auf dem Programm stehen am Sonntag, 10. September, Vorträge von Mitarbeitern des Landesamtes für Denkmalpflege, Führungen von Museumsleiterin Dr. Irmgard Sedler, ein musikalisches Intermezzo mit dem mehrfach ausgezeichneten jungen Nachwuchsakkordeonisten Nepomuk Golding – und eine Filmpremiere.

Der 13-minütige Dokumentarfilm „Bruno Kurz: Lichtakkorde“ könnte wohl kaum besser zum Anlass passen: Er hat nicht nur den Titel von der Kornwestheimer Ausstellung entlehnt, sondern spielt auch von der ersten bis zur letzten Minute im Kleihues-Bau, wie Filmautorin Annette von Wangenheim erzählt. Es ist der zweite Film in einer Trilogie über den Künstler, und das Gebäude sowie die „kluge, klare und exquisite Hängung der Bilder von Bruno Kurz“ elektrisierten von Wangenheim so, dass sie mit ihrem Team zwei komplette Drehtage vor Ort war.

Dass „Bruno Kurz: Lichtakkorde“ nun just im Kleihues-Bau seine Erstaufführung erfahren wird, erfüllt Annette von Wangenheim daher mit Freude – und wer im April bei der Vernissage war, dürfte doppelt auf seine Kosten kommen, denn möglicherweise entdeckt er sich in dem Film wieder. „Die Eröffnung ist ebenso Teil des Films wie Interviews mit dem Künstler oder Frau Sedler“, berichtet die Regisseurin. Ihr Kameramann und Cutter Dirk Weiler filmte das markante Bauwerk sogar aus der Luft, um ihm in seiner Gesamtausstrahlung gerecht zu werden.

„Was ich besonders schön finde“, merkt Annette von Wangenheim an, und hier spricht die Musikwissenschaftlerin in ihr: „Dass die Jungkomponisten Esther Lee und Andrés Nuño de Buen mir für den Film eigens zwei kleine Werke beigesteuert haben. So ist es nicht nur ein Film über zeitgenössische Malerei, sondern er wird auch von zeitgenössischer Musik begleitet. Wenn auch sparsam.“ Einen Film mit Musiksoße zuzukleistern, das sei nicht ihre Art zu arbeiten.

Sie selbst wird bei der Präsentation des Filmes in den Räumen, in denen er entstand, natürlich mit von der Partie sein. „Ich freue mich auf die Wiederbegegnung. Und das Programm ist so interessant, dass ich auf jeden Fall früher da sein will. “