Leichtathletik Wimpernschlag zwischen Platz 3 und Platz 5

ras, vom 08.08.2017 07:00 Uhr
Übergabe an Felix Hurst (vorn): Steffen Hein (hinten) verletzt sich im Staffellauf. Foto: Ralf Görlitz
Übergabe an Felix Hurst (vorn): Steffen Hein (hinten) verletzt sich im Staffellauf. Foto: Ralf Görlitz

Kornwestheim - Bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm konnte erneut Alexander Czysch vom SV Salamander Kornwestheim mit einer neuen Bestleistung von 10,77 Sekunden über die 100-Meter-Sprintstrecke auf sich aufmerksam machen. Nachdem er im Feld der schnellsten Jugendlichen Deutschlands den Vorlauf in 11,02 Sekunden sicher überstanden hatte, bestätigte er mit 11,03 Sekunden im Zwischenlauf seine gute Form und zog damit ins Finale der besten acht Sprinter der U18-Klasse ein.

In einem starken Endlauf steigerte sich der erst 15-jährige Kornwestheimer Athlet nochmals deutlich und lief in 10,77 Sekunden als Fünfter über die Ziellinie. Der Sieg ging mit noch schnelleren 10,44 Sekunden klar an den Erfurter Luis Brandner, Platz 2 belegte Nick Kocevar vom TSV Bad Endorf, der eine Zehntelsekunde länger brauchte. Zwischen Platz 3, den in 10,74 Sekunden Daniel Regenfuß von der LG Langen belegte, und Platz 5 von Alexander Czysch lag mit nur 0,03 Sekunden lediglich ein Wimpernschlag. Dazwischen platzierte sich noch Lucas Ansah-Peprah (Athletik Team Hamburg) in 10,76 Sekunden.

Ähnlich knapp ging es bei der männlichen 4x100-Meter-Staffel des SV Kornwestheim zu, die in der männlichen Jugend U20 mit einem ähnlich knappen Abstand die Finalteilnahme verpasste. Es blieb ein undankbarer neunter Platz. In der Besetzung Alexander Czysch, Robin Jaberg, Steffen Hein und Felix Hurst liefen die vier Kornwestheimer im Vorlauf mit 43,61 Sekunden eine neue Saisonbestleistung. Zum Einzug in das Finale fehlte nur eine Hundertstelsekunde.

Der letzte verbliebene Startplatz im Endlauf ging somit an die StG Ostwestfalen-Lippe, die im zweiten Vorlauf in der Besetzung Justus Stahlberg, Fynn Hülsiggensen, Moritz Dierks und Silas Kriete in 43,60 Sekunden ins Ziel kam. Den Sieg im Finale holte sich die StG LAC Erfurt (Nick Przeliorz, Luis Brandner, Hans-Arthur Margraf, Hagen Träger) in 41,13 Sekunden.

Der Kornwestheimer Steffen Hein der sich als Siebter bereits für den Endkampf im Weitsprung der Altersklasse U20 qualifiziert hatte, verletzte sich bei seinem Einsatz im Staffellauf am Oberschenkel. Ein erster Versuch im Weitsprung zeigte, dass die Blessur eine weitere Teilnahme in der Konkurrenz nicht zulassen würde. Der Kornwestheimer konnte somit in Ulm nicht mehr in den Kampf um die Medaillen eingreifen und wurde am Ende des Wettkampfes mit einer Weite von lediglich 5,28 Metern – seine Bestleistung liegt bei 7,12 Metern – auf Platz 7 gelistet. Den Weitsprung gewann David Kirch von der Spvgg Auerbach/Streitheim, dem ein Satz über 7,27 Meter glückte.