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LokalsportEine Schlankheitskur für den Cheftrainer

Lutz Selle, vom 09.04.2017 00:00 Uhr
Stefano Nicolazzo (im blauen Dress) hat sich einige Male gut durchgesetzt. Foto: Lutz Selle
Stefano Nicolazzo (im blauen Dress) hat sich einige Male gut durchgesetzt.Foto: Lutz Selle

Fußball/Kornwestheim - So schnell kann es gehen: Zur Halbzeit hatten die Fußballer des SV Kornwestheim bei einem 0:1-Rückstand beim Tabellendritten SV Germania Bietigheim ihre Spitzenposition in der Bezirksliga eingebüßt. Am Ende des Spieltags jubelte die Elf von Cheftrainer Markus Fendyk aber über einen 2:1-Auswärtssieg und profitiert zudem noch von einer überraschenden 0:1-Niederlage des Tabellenzweiten FC Marbach beim Schlusslicht TSV Merklingen. Nach diesen Resultaten haben die Kornwestheimer acht Runden vor Saisonende wieder einen Vorsprung von sechs Punkten auf den zweiten Platz.

„Ich habe heute bestimmt zwei Kilo abgenommen“, stellte Markus Fendyk direkt nach dem Abpfiff auf dem Kunstrasen neben dem Bietigheimer Viadukt fest. Dafür sind nun wieder die Chancen gestiegen, dass der zum Landesligisten TV Pflugfelden wechselte Coach seine jetzige Mannschaft in der kommenden Saison wiedersehen wird. „Nach unserer 1:2-Heimniederlage gegen Lomersheim haben einige in der Liga über uns gelacht“, so Fendyk. „Aber die Mannschaft hat eine überragende Reaktion gezeigt. Selbst das Gegentor hat die Spieler nicht aus der Bahn geworfen.“ Das hatte nach 20 Spielminuten Patrick Hirsch erzielt, der nach einer langen Flanke wenige Meter vor dem Kornwestheimer Tor frei stand und keine Mühe hatte, das Leder bei dieser Konstellation im Netz zu versenken.

Zuvor hatte der SVK dreimal knapp vor einer Torchance gestanden. In der 5. Minute war bei einem Pass in die Spitze der aus dem Strafraum herauslaufende Germania-Torwart Jens Krüger knapp vor dem heranstürmenden Dominik Janzer am Ball. In Minute 12 klärte bei einer Janzer-Flanke vors Tor ein Verteidiger gerade noch vor dem einschussbereiten Predrag Sarajlic, und beim anschließenden Eckstoß köpfte Janzer über das Gehäuse.

Nach dem Rückstand versuchte sich Stefano Nicolazzo mit einem Abschluss im 16-Meter-Raum. Sein Schuss wurde aber von einem Abwehrspieler auf Kosten einer Ecke abgefälscht. In der 31. Minute brannte es dann einige Sekunden lang lichterloh vor dem SVK-Tor. Louis Wolf, der den verletzten Torwart Janusz Liermann gut vertrat, parierte einmal glänzend, den Nachschuss blockte ein Verteidiger ab.

Nach einem Foul an Stefano Nicolazzo direkt an der rechten Strafraumgrenze donnerte Michael Sabljo den Ball beim folgenden Freistoß von dort direkt aufs Tor. Schlussmann Jens Krüger stand aber richtig und rettete per Faustabwehr (37.).

Acht Minuten nach dem Seitenwechsel dribbelte Marco Reichert schön zwei Verteidiger aus. Sein Schuss aus 16 Metern landete aber direkt in Krügers Armen. Bei einer langen Flanke von Janzer vors Tor kam Sarajlic vier Meter vor dem Kasten ganz knapp zu spät (58.). Drei Minuten später holte der Germania-Spieler Pascal Schöbinger im Strafraum Dominik Janzer von den Beinen. Der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt und Sarajlic schickte den Torwart in die falsche Ecke.

Mit einem Unentschieden wollten sich aber beide Teams im Kampf um die Tabellenspitze nicht zufrieden geben. Der Bietigheimer Ralf Krestel scheiterte mit seinem Abschluss an Louis Wolf (75.). Drei Minuten später spielte Michael Sabljo von hinter der Mittellinie einen weiten Ball in Richtung Eckfahne, den einige schon im Aus erwarteten. Pirmin Löffler erlief sich jedoch das Leder, ging noch ein paar Schritte in Richtung Strafraum und spielte ab zu Sarajlic, der aus fünf Metern zum 2:1 traf.

Nach einem abgewehrten Bietigheimer Freistoß setzte Marco Reichert in der 91. Minute noch zu einem Sprint über das halbe Spielfeld an und kam auch noch zum Torabschluss. Krüger vereitelte das 3:1.

„Bietigheim war immer gefährlich, aber wir waren fußballerisch besser und abgezockter“, resümierte Markus Fendyk.