LokalsportKein zweiter Doktor Rolf Brack

Lutz Selle, vom 11.04.2017 07:00 Uhr
SVK-Präsident Gerhard Bahmann (links) stellt den neuen Coach Alexander Schurr vor. Foto: Lutz Selle
SVK-Präsident Gerhard Bahmann (links) stellt den neuen Coach Alexander Schurr vor.Foto: Lutz Selle

Handball/Kornwestheim - Es ist in den vergangenen Jahren schon zur Tradition geworden, dass die Handballabteilung des SV Kornwestheim einmal im Jahr Fans, Förderer und Sponsoren zum Weißwurstfrühstück einlädt. Diesmal nutzte SVK-Präsident Gerhard Bahmann die Gelegenheit, um vor rund 100 Interessierten im Foyer der Osthalle die Abgänge und Neuzugänge der ersten Herrenmannschaft zur neuen Drittliga-Saison vorzustellen. Mit launigen Worten und viel Witz moderierte Bahmann die Veranstaltung, an der auch Oberbürgermeisterin Ursula Keck teilnahm. Der Sportfunktionär nutzte die Gelegenheit und nahm noch einmal den Vorschlag der Stadtverwaltung aufs Korn, die Nutzungsentgelte für Sportanlagen drastisch zu erhöhen. „Die Pläne in der jetzigen Form gehören in den städtischen Mülleimer“, so Bahmann. Ursula Keck habe ihm allerdings schon zugesichert, dass es „nicht so heiß gegessen“ werde, „wie es gekocht wird“. Daher relativiere er seine Kritik ein wenig.

Den künftigen Handball-Cheftrainer Alexander Schurr, der hauptberuflich als Sportwissenschaftler an der Universität in Tübingen tätig ist, stellte Bahmann aus diesem Grund mit den folgenden Worten vor: „Man wird ihn in wenigen Monaten schon den Rolf Brack von Kornwestheim nennen.“ Das gefiel dem neuen Coach jedoch überhaupt nicht. „Der Vergleich mit Rolf Brack ist weit hergeholt“, sagte Schurr. „Wir kennen uns ein bisschen. Damit hören die Gemeinsamkeiten schon auf. Ich schätze ihn, aber wir unterschieden uns sehr.“

Schurr, der die Herren des SV Remshalden in dieser Saison zur Meisterschaft in der Württembergliga geführt hat, kündigte für seine neue Aufgabe beim SVK an: „Ich werde mit großer Leidenschaft, Akribie und Präzision an die Arbeit gehen.“ Der SVK habe „tolle Spieler, tolle Neuzugänge und ein tolles Konstrukt“.

Der vom Zweitligisten SG BBM Bietigheim kommende gebürtige Badener Julius Emrich hatte schon erste Vorschusslorbeeren für den SVK parat: „Es ist sehr familiär, wie hier alles abläuft, das ist sehr ‚symbadisch’. Ich bin froh, hier auf hohem Niveau Handball spielen und mit den Mannschaftskollegen Spaß haben zu können.“

Weitere Neuzugänge für die erste Mannschaft sind Christian Wahl (TV Neuhausen/Erms), Axel Steffens (TSV Schmiden) und Adrian Awad (bisher zweite Mannschaft). Florian Assmann wird mit einem Doppelspielrecht für den SV Remshalden ausgestattet. Den SVK verlassen werden am Saisonende neben Trainer Hans Christensen die Spieler Tobias Tauterat, Tim Schopf (beide beenden die Handball-Laufbahn), Marc Pflugfelder (Oberstenfeld) und Simon Lorenz (Schwaikheim).