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LokalsportSchneider wieder mit Hand und Fuß am Ball

Lutz Selle, vom 14.03.2017 00:00 Uhr
Nach der Handballsaison verstärkt Sandra Schneider das SVK-Fußballteam. Foto: Archiv/Horst Dömötör
Nach der Handballsaison verstärkt Sandra Schneider das SVK-Fußballteam.Foto: Archiv/Horst Dömötör

Fußball/Kornwestheim - Wenn Sandra Schneider sportlich aktiv wird, dann hat das häufig Hand und Fuß. Im Handball spielt die 22-Jährige in der ersten Frauenmannschaft des SV Kornwestheim in der Landesliga. Zuvor war sie schon für den TV Großbottwar in der dritten Liga am Ball. Aber auch im Fußball ist Sandra Schneider hochklassig unterwegs. Mit dem zweiten Frauenteam des VfL Sindelfingen trug sie Oberliga-Punktspiele aus. Zuletzt spielte sie bis vor knapp drei Jahren noch für den TV Zazenhausen, ehe sie eine Fußball-Pause einlegte. Nun juckt es die SVK-Handballerin wieder im Fuß. „Wenn die Handballsaison zu Ende ist, möchte ich gerne wieder regelmäßig Fußball spielen.“ Und dazu muss sie sich nicht einmal einen anderen Verein suchen. Ihre ehemaligen Teamkolleginnen aus Zazenhausen, Sarina Pletschacher und Lea Scholpp, die inzwischen für den SVK am Ball sind, empfahlen Sandra Schneider das Team von Trainer Benjamin Scherl. Der zögerte nicht lange, als die 22-Jährige zum Probetraining anklopfte, kümmerte sich um eine Spielgenehmigung und stattete den Neuzugang direkt mit Sportutensilien und dem Trikot mit der Nummer 13 aus. Und die angehende Polizistin fühlt sich in der Mannschaft schon jetzt wohl. „Beim Handball sind die SVK-Frauen schon so lustig und beim Fußball ist es auch ein cooles Team, das mich direkt integriert hat“, freut sich Sandra Schneider.

Zum Debüt im Testspiel hat es noch nicht gereicht, weil die 22-Jährige zuletzt mit Fieber erkrankt war. Beim ersten Punktspiel am Sonntag wird sie aber eventuell bereits auf der Ersatzbank Platz nehmen. „Ich muss aber erstmal wieder richtig trainieren, um mit der Mannschaft zusammen spielen zu können. Das erste Training hat schon Spaß gemacht. Und wenn ich Spaß habe, spiele ich auch gut.“

Sandra Schneider kommt neu ins Fußballteam, zwei SVK-Stammkräfte werden am Sonntag vor dem Spiel verabschiedet. Neben Constance Junge wird auch Susanne Mohr keine Regionenliga-Spiele mehr austragen. Die Abwehrspielerin, die bereits vor gut zwei Jahren zum Teamkapitän gewählt wurde, verlässt nach dreieinhalb Jahren aus beruflichen Gründen den SVK. Der Arbeitgeber hat der schon seit jeher frankophilen Betriebswirtschaftlerin für zwei Jahre eine Stelle mit Verantwortung in den Bereichen Finanzen, Verwaltung und Personal in La Guerche sur L’Aubois in Mittelfrankreich angeboten. Am 1. April geht es dort schon für sie los. So sehr sie sich darauf freut, fällt ihr der Abschied vom SVK dennoch sehr schwer. „Wir sind nicht nur eine Mannschaft, sondern auch wie eine kleine Familie“, erzählt die junge Frau mit dem Spitznamen Sue. „Ich möchte eigentlich gar nicht verabschiedet werden.“ Sie werde in Zukunft öfter mal als Zuschauerin zu den Spielen kommen. „Und ich bin ein richtig fürchterlicher und unangenehmer Fan“, kündigt sie lachend an.