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LokalsportVielleicht sogar zu entspannt angegangen

Birgit Kiefer, vom 20.12.2012 00:00 Uhr
Kevin Wolf im Ansturm. Foto: Peter Mann
Kevin Wolf im Ansturm.Foto: Peter Mann

Kornwestheim/Handball - Zwei Mal gingen die Kornwestheimer Recken gegen den Drittligisten und haushohen Favoriten Horkheim sogar in Führung – an einen Sieg war die gesamten 60 Minuten lang dennoch nicht zu denken. Die Gäste in der Osthalle machten sich einfach keinen unnötigen Stress und zogen nur die Zügel an, wenn es nötig war. In der zweiten Spielhälfte machten die Horkheimer jedenfalls ernst, und ab dem Moment erwies sich jeder Glaube an ein Fortkommen im Verbandspokal als Illusion. Und so kam es, wie es eigentlich kommen musste: Zum dritten Mal siegte Drittligist Horkheim gegen den SV Kornwestheim im Pokal.

Die Niederlage fiel mit 26:30 (12:14) zwar nicht gerade niederschmetternd aus. Ein Klassenunterschied lässt sich an den vier Toren nicht ablesen. Der Spielverlauf zeigte aber deutlich, dass der TSB nicht wirklich Mühe hatte, die Oberhand zu behalten. Sehenswert war das Spiel dennoch auch für Kornwestheimer Handballfans. Zum einen, weil hochkarätiger Handball zumindest aufblitzte, zum anderen, weil die Truppe von Mirko Henel locker aufspielte und durchaus Spielwitz an den Tag legte. Der Respekt vor dem höherklassigen Gegner war zwar zu spüren, aber dem konnten die Kornwestheimer ihren Kampfgeist und ihre mannschaftliche Geschlossenheit entgegen setzen.

„Vielleicht waren wir sogar zu entspannt“, gab Coach Henel nach dem Spiel zu Protokoll. Gerade in den ersten 30 Minuten sah es danach aus. Die Kornwestheimer hatten zwar sichtlich Spaß an der Begegnung, lagen allerdings nach sieben Minuten mit 0:3 hinten. Dann setzte Hans Jungwirth am Kreis ein erstes Zeichen, Tobias Tauterat im Tor zeigte eine seiner ersten Paraden, und Sebastian Seitner vom TSB musste für zwei Minuten vom Spielfeld. Dank weiterer Treffer von Christopher Tinti und Denis Gabriel war der SVK beim 3:4 in der 9. Minute wieder dran. Beim 7:7 durch einen Treffer von Gabriel in der 14. Minute erreichten die Gastgeber erstmals den Ausgleich. Dominic Schaffert setzte nach schönem schnellem Anspiel über den Boden sogar noch einen drauf und brachte die Henel-Sieben beim 8:7 in Führung.

In der 25. Minute lagen die Hausherren mit 12:11 in Front, aber einen Rückstand wollten die Gäste zur Halbzeit nicht auf der Anzeigetafel sehen, und so legten sie einen Zwischenspurt zum 12:14 ein. Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gäste erneut die ersten sieben Minuten, um davon zu ziehen. In der 37. Minute hatten sie erstmals beim 13:18 einen Fünf-Tore-Vorsprung erarbeitet. Auf bis zu sechs Tore konnten sie sich absetzen. Denis Gabriel erwischte dann aber ganz starke Minuten. Er brachte den SVK wieder auf 20:23 heran. Der Horkheimer Felix Knoll hatte aber zu keiner Spielphase Probleme, das Kornwestheimer Verteidigungsbollwerk zu umspielen und zu punkten. Ebenso Sebastian Seitner.

Mirko Henel brachte noch die Jungspieler Marc Pflugfelder und Nick Teske, die sich gegen die höherklassige Mannschaft mal versuchen durften, wobei Pflugfelder auch gleich zweimal traf. Tobias Tauterat im Tor der Gastgeber konnte einmal nach einem Siebenmeter die Faust stolz ballen, aber auch sonst ist er wieder ein verlässlicher Rückhalt seines Teams. Coach Mirko Henel sagte nach dem Abpfiff aufrichtig, dass seine Mannschaft nur eine Chance gehabt, wenn Horkheim sie sträflich unterschätzt und auf die leichte Schulter genommen hätte. Den Gefallen taten die Gäste den SVKlern nicht und siegten 26:30.

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