RadsportThomas Gröbl gewinnt und steigt auf

red, vom 02.08.2017 07:00 Uhr
Erfolgreiche Mannschaft in Reute: (von links) Tim Gmeiner, Stefan Ruf, Thomas Gröbl, Timo Köhler und Benjamin Vornweg. Foto: z
Erfolgreiche Mannschaft in Reute: (von links) Tim Gmeiner, Stefan Ruf, Thomas Gröbl, Timo Köhler und Benjamin Vornweg.Foto: z

Kornwestheim - Der LBS-Cup hat im badischen Reute zum 61. Rundstreckenrennen Station gemacht. Traditionell finden in Reute seit vielen Jahren Radrennen in allen Alters- und Eliteklassen statt. Höhepunkt der Veranstaltung ist dabei stets der Werner-Beck-Gedächtnispokal mit einem kombinierten Temporennen der Eliteklassen KT/A/B/C, welche mit einer geringen Zeitverschiebung gemeinsam auf die Strecke geschickt werden.

Mit dabei das Radteam Schmitz-RSC Komet Ludwigsburg mit den Fahrern Timo Köhler, Stefan Ruf, Thomas Gröbl, Tim Gmeiner und Benjamin Vornweg. Das Rennen in Reute war gleichzeitig Schlussetappe der LBS-Rennserie, in welcher das Radteam mit Einzelfahrern sehr gut platziert war. So lautete die Vorgabe, den dritten Rang in der Mannschaftswertung zu verteidigen. Und die Erwartungen wurden sogar übertroffen.

Thomas Gröbl siegte im C-Eliterennen. Das gute Ergebnis komplettierten Stefan Ruf auf Rang 6 und Timo Köhler auf Rang 8. Gmeiner landete auf Rang 24 und stellte als Nachwuchsfahrer erneut sein Potenzial in einem starken Fahrerfeld unter Beweis.

Die Strecke in Reute ist ein Hochgeschwindigkeitskurs, die 100 Kilometer Renndistanz werden häufig mit einem Stundenmittel über 45 Kilometern pro Stunde und in einer Zeit von rund zweieinviertel Stunden absolviert. Und auch die Protagonisten des Radteams Schmitz gaben von Beginn an Vollgas. Taktisch klug zeigten sich die Fahrer stets im vorderen Drittel des Feldes, sparten Kräfte und ließen sich auch auf der Windkante, auf der sich das Feld häufig mehrere 100 Meter in die Länge zog, nicht abschütteln. Bei den Prämiensprints war Zurückhaltung angesagt, um jedes Korn für die finalen Runden und den abschließenden Sprint zu sparen.

Im Verlauf der 23 Runden dezimierte sich das Hauptfeld auf rund 50 Fahrer, die dann geschlossen in die Schlussrunde gingen. Thomas Gröbl mit seiner langjährigen Rennerfahrung positionierte sich bereits früh an der Spitze des Feldes. Ruf und Köhler hielten sich kurz dahinter auf und arbeiteten sich Position um Position nach vorne, unterstützt von Gmeiner und Vornweg, die Tempoarbeit verrichteten.

Der Zielsprint des Hauptfeldes wurde dann jedoch durch einen Sturz mehrerer Fahrer in der Schlusskurve überschattet. Dieser Zwang Timo Köhler und Stefan Ruf zu einem Ausflug in die Wiese, ohne jedoch stark an Geschwindigkeit zu verlieren. Mit erheblichem Kraftaufwand sprinteten beide durchs Ziel, das Gröbl bereits passiert hatte. Durch Überrundungen und eine Vermengung der Elite-Fahrerfelder war zunächst keinem Fahrer des Radteams klar, welche Platzierungen er denn nun erreicht hatte. Umso größer war dann die Überraschung, als Thomas Gröbl als Sieger ausgerufen wurde.

Danach war abermals Spannung angesagt, bei der Endabrechnung der LBS-Serie. Diese umfasste acht Etappen an verschiedenen Orten, unter anderem auch das Rennergebnis aus Ludwigsburg-Eglosheim vom Juni. In der Fahrer-Einzelwertung verbesserte sich Gröbl auf Rang 2. Ruf konnte sich mit seiner Platzierung auf den sechsten Gesamtrang verbessern. Schulz, Grosch und Köhler rundeten mit den Rängen 11, 12 und 14 das gute Einzelergebnis ab.

In der Mannschaftswertung, zu der alle Fahrer des Radteams beigetragen haben, konnte das Radteam Schmitz-RSC Komet Ludwigsburg noch das FKU Racing Team aus Friedrichshafen abfangen. Hinter dem Team ENIT Systems belegten die Schmitzler den starken zweiten Gesamtrang. Diese Leistung wurde durch ein Preisgeld von 250 Euro und einen Pokal, den Teamchef Köhler sichtlich stolz in Empfang nehmen durfte, belohnt.

Die Reise nach Reute war also ein voller Erfolg für das Schmitz-Team, dessen Fahrer Thomas Gröbl durch seinen Sieg in die B-Klasse und damit in die zweithöchste deutsche Amateurklasse aufsteigt.