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Tennis Die Betreuer sind kaputter als der Nachwuchs

Michael Bosch, vom 02.08.2018 09:00 Uhr
  Foto: Peter Mann
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Tennis - Früh übt sich, wer einmal groß rauskommen will. Und „ein paar Talente“ hat Michel Rogiers, Trainer beim TC Kornwestheim schon erspäht bei der siebten Auflage des TCK-Sommerferiencamp. Eigentlich ist das für Vereinsmitglieder gedacht, für Kinder und Jugendliche, Anfänger und Mannschaftsspieler. Was die drauf haben, das weiß Rogiers von seiner Arbeit als Haupttrainer. Aber einige komplette Neulinge waren auch dabei. Ein Drittel der Teilnehmer, schätzt Rogiers. Ob die weitermachen und an der Bogenstraße richtig anfangen Tennis zu spielen, das werde sich wohl zu Beginn des neuen Schuljahres zeigen, mutmaßt der TCK-Coach.

Der Haupttrainer wertet das Camp, das in diesem Jahr vorverlegt wurde – normalerweise findet es in der ersten vollen Ferienwoche statt – als Erfolg. „Es war eine Hitzeschlacht“, sagt Rogiers. Er lobt aber auch die Leidensfähigkeit und Ausdauer der jungen Tennisspieler. „Es hat keiner gejammert. Ich habe eigentlich erwartet, dass der ein oder andere vielleicht die Segel streicht.“ Am Ende des viertägigen Trainingslagers von Donnerstag bis Sonntag seien die Betreuer kaputter gewesen, als die Kinder. Ohne die Mithilfe von Sybille und Maik Habermaier, Finn Nethe und Patrik Kienzle, die die 27 Kinder betreuten, sei das Camp natürlich nicht zu stemmen gewesen, sagt Rogiers.

Das Miteinander wird im Tenniscamp gefördert

Die kleinen Tennisspieler wurden nach Spielstärken in Gruppen unterteilt, alle 45 Minuten wurde der Betreuer gewechselt. Die Anfänger spielten im Kleinfeld, die etwas fortgeschritteneren im sogenannten Mid-Court (Rogiers: „Das ist die nächste Stufe.“), die Mannschaftsspieler des TCK feilten an Technik, Athletik und Kondition – das Training wurde individuell auf die Fähigkeiten angepasst. Die jüngsten Teilnehmer seien 2011 geboren, die ältesten im Jahr 2002, berichtet Rogiers.

Eine bunte Mischung. Trotz des Altersunterschied habe es „überhaupt keine Probleme gegeben“, freut sich der Trainer. Weder beim Mittagessen noch auf dem Platz seien Streitigkeiten ausgetragen worden. Der Plan, technische und koordinative Entwicklung der Spieler und vor allem das „ Miteinander‘‘ zu fördern, beides ist aufgegangen. Seinen Abschluss fand das Turnier am Sonntag mit einem kleinen Turnier, zudem auch einige Eltern kamen, um die Fortschritte ihrer Sprösslinge zu begutachten. Am Ende wurden die besten bei der Siegerehrung geehrt.