Tischtennis Aufstiegsambitionen allerorten beim SVK

Marius Venturini, vom 04.01.2018 07:00 Uhr
Milosz Przybylik (links) und Kay Stumper wollen mit dem SV Kornwestheim nach oben. Foto: Archiv/Peter Mann
Milosz Przybylik (links) und Kay Stumper wollen mit dem SV Kornwestheim nach oben. Foto: Archiv/Peter Mann

Kornwestheim - Momcilo Bojic hat derzeit nur sehr wenig Grund zur Klage. Der Tischtennis-Vereinstrainer des SV Kornwestheim, der für die zweite Mannschaft selbst an der Platte steht, blickt mit sportlichem Wohlbehagen auf sein erstes halbes Jahr beim SVK zurück. In Worten verpackt, heißt das zum Beispiel bei der ersten Mannschaft: „Es ist sehr gut gelaufen, sehr zufriedenstellend.“

Kaum einer kennt die Bilanz besser als Bojic: In der Regionalliga hat das grundsanierte Team um die neue Nummer 1 Roko Tosic alle neun Spiele gewonnen – unter den Ergebnissen findet sich auch ein überraschend deutlicher 9:1-Erfolg gegen den härtesten Aufstiegskonkurrenten TSG Kaiserslautern. „Die Stimmung in der Mannschaft passt“, so Bojic, der zudem Landestrainer für Behindertentischtennis und auf Honorarbasis am Tischtennisstützpunkt in Böblingen tätig ist. So kümmert sich häufig Betreuer Chris Münch ums Team. „Das macht er sehr gut“, lobt Bojic.

Lediglich Youngster Kay Stumper und der langjährige Kornwestheimer David Steinle waren aus dem Kader der vergangenen Saison übrig geblieben, als der SVK Rang drei erreicht hatte. Nun soll es mit dem Aufstieg in die 3. Liga klappen. „Wir sind aber noch nicht durch“, warnt Bojic, „es kommt eigentlich alles auf das Rückrundenspiel gegen Kaiserslautern an.“ Dass ein solch starker Fokus auf diese eine Begegnung so seine Gefahren bergen kann, ist dem Coach allerdings ebenfalls bewusst. „Natürlich können wir auch in einem anderen Spiel eine Niederlage kassieren, aber wenn die Mannschaft komplett ist, sollte das nicht sein.“

Mittlerweile bekannt ist, dass Roko Tosic beileibe nicht alle Spiele mitmacht. „Gegen die starken Gegner ist er aber dabei“, betont Bojic. Außerdem habe der SVK genügend gute Spieler aus der zweiten Mannschaft, die bei Bedarf einspringen können: Kiril Talavanov und Richard Lukacs, beide im vergangenen Jahr noch Teil des Regionalligateams, sowie, klar, er selbst.

Bei der SVK-Reserve, die in der Verbandsliga die Weihnachtspause auf Rang 2 verbracht hat, fungiert Bojic im zweiten Paarkreuz als Nummer 4. „Wir sind schlecht gestartet“, sagt er über die ersten beiden Saisonspiele, als es gleich eine 3:9-Pleite bei den TTF Altshausen und danach eine 7:9-Niederlage beim TTC Tuttlingen setzte. Vor allem der Misserfolg in Tuttlingen wurmt Bojic. „Das war unnötig, die haben ohne Nummer 2 gespielt.“

In der Tabelle steht die zweite SVK-Mannschaft dennoch vor den beiden Teams – aber hinter Spitzenreiter SC Staig, gegen den der SVK Mitte Oktober klar mit 9:4 gewann. „Wir müssen uns in der Rückrunde steigern“, sagt Bojic, den Aufstieg in die Oberliga noch immer im Blick, „aber in einer Zwölfer-Liga ungeschlagen zu bleiben, ist nicht einfach.“

Beim SVK 3 herrscht derweil eitel Sonnenschein. In sämtlichen neun Partien der Landesklasse war die Kornwestheimer Drittvertretung bislang siegreich. „Ganz, ganz stark“, findet Momcilo Bojic das, wobei er den endgültigen Beweis der Überlegenheit im abschließenden Hinrundenspiel gegen den TSV Schwieberdingen sieht. Mit 9:2 fegte der Tabellenführer den Zweitplatzierten Anfang Dezember 2017 aus der Realschulhalle. „Ich bin zuversichtlich, dass wir ganz klar aufsteigen“, so Bojic.

Für die vierte Mannschaft lautet das Ziel in der Bezirksliga eigentlich: Klassenerhalt. Als Zweiter von zehn Teams (15:3 Punkte) sieht es mehr als gut aus. Auf Platz 3 der Bezirksklasse 3 hat der SVK 5 den Jahreswechsel begangen. Doch zuletzt gab es eine 0:9-Klatsche beim Fünften TSV Oberriexingen. Der SVK 6 ist in der Bezirksklasse 1 ebenfalls Fünfter.

Souverän an der Spitze der Kreisliga C 1 steht derweil der SVK 7 – mit neun Siegen aus neun Spielen.